de mappes hat geschrieben:thosn hat geschrieben:Edit: @ de mappes
Nein. Aber das spielt auch in so fern keine (oder nur eine untergeordnete) Rolle, als dass zum Zeitpunkt der Entscheidung noch niemand absehen konnte, welche Einnahmeausfälle den VfB treffen werden.
Doch natürlich
Sowas wie corona konnte man nicht absehen
Hast du meine Antwort nicht verstanden?
Und konkret: Ein engagiertes VfB-Mitglied und hauptberuflicher Wirtschafts-Professor hatte damals genau auf diese Problematik hingewiesen! Was auch nicht sonderlich verwunderlich war, weil eine der ersten Maßnahmen gegen Corona darin bestand, die deutschen Fussballstadien zu schließen. D.h. "sowas wie Corona" konnte man aus der Sicht eines Virologen vermutlich nicht konkret vorhersagen. Aber wenn Corona erst mal da war, konnte man die Folgen einer Stadionschließung für Fussball-Profi-Vereine sogar recht konkret beziffern. Das was man nicht abschätzen konnte, war die Zeitdauer, die die Stadionschließungen anhalten würden. Wenn man richtig Pech gehabt hätte, hätte Corona auch noch bis 2024 strenge Kontaktbeschränkungen mindestens phasenweise nötig gemacht. Dann hätte evtl. die EM gar nicht stattfinden können. Auch diese Überlegungen gab es übrigens.
Das "Problem" ist hier eh wieder ein ganz anderes: Die Stadt Stuttgart hat sich als EM-Austragungsort beworben (ich glaube, bereits im Mai 2017, wenn ich mich richtig erinnere, kann mich aber auch irren). Und zwar wieder mal genau so, wie es die Stadt Stuttgart gerne macht, nämlich ohne den VfB frühzeitig zu konsultieren. Nun kann man natürlich der Auffassung sein, eine EM hätte vor allem mit Sicherheit, Tourismus, Infrastruktur und dergleichen zu tun, was sicherlich auch zutrifft. Wenn allerdings die UEFA-Auflagen von Anfang an feststehen und eine Zustimmung obligatorisch ist für einen Bewerber, dann hätte die Stadt zu diesem Zeitpunkt wenigstens parallel mit dem VfB über den obligatorischen Stadionumbau und dessen Kosten, bzw. Kostenübernahme sprechen müssen.
Man kann das aber auch viel einfacher sagen. Wäre z.B. ein
wirtschaftserfahrener Mann (mit oder ohne BSC

)wie Erwin Staudt zu dieser Zeit noch verantwortlich gewesen, hätte die Stadt Stuttgart, angesichts einer wahrlich opulenten Vorgeschichte an
Übervorteilungen des VfB, sicherlich einen sehr großen Teil der Kosten selbst tragen müssen.
Ach so: und Thomas Hitzlsperger ist ja kein dummer Mensch. Mit der Zeit wurde ihm selbst klar wie Scheiße das gelaufen ist und dass der VfB in wirtschaftlich größere Bedrängnis kommen wird.