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Soll der Bundestag einen neuen Kanzler wählen?

Ja
6
40%
Bin da unschlüssig.
3
20%
Nein, Merz macht gute Arbeit
2
13%
Nein, des machts auch net besser
4
27%
Merz soll die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen
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Keine Ahnung, keine Angabe
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Nilkheimer
Halbdaggl
Tifferette hat geschrieben:Jetzt lassen wir mal das Framing, gell. Das Persönlichkeitsrecht eines Betroffenen muss IMMER berücksichtigt werden, das ist trivial. Das bedeutet aber eben nicht, dass nicht berichtet werden darf. Sondern dass abgewogen werden muss. Und hier muss man sich schon erheblich anstrengen, um ein klareres Informationsbedürfnis zu konstruieren: Der Vizeministerpräsident eines großen Bundeslandes war mit 17 Jahren in die Verbreitung eines antisemitischen Flugblatts involviert. Wie genau, ist nicht klar, aber die Beteiligung ist zugegeben und ohnehin beweisbar. Glasklarer geht es kaum. Dass er seit Monaten Grenzlinien austestet und überschreitet und dass hierüber ausgiebigst berichtet wurde, ist nach meiner Meinung (!) nicht mal notwendig, untermauert das Abwägungsergebnis aber nochmals. Und Peifer zB insinuiert mit keiner Silbe, dass es im Ergebnis anders sein könnte.

Übrigens: Aiwanger hat ja selbst vollmundig mit dem Anwalt gedroht. Wir dürfen davon ausgehen, dass er dies längst getan hätte, wenn er bzw. seine Anwälte eine realistische Chance gesehen hätten, gegen die Süddeutsche zu obsiegen. In solchen presserechtlichen Angelegenheiten brauchen Eilentscheidungen allenfalls ein paar Tage, bei der zeitlichen Nähe zur Wahl ist eine Dringlichkeit offensichtlich. Hat er aber nicht.


Und das LG Hamburg hätte ggf. sicher gerne geholfen. :lol:

Die rechtliche Facette des Falls ist eine einzige Scheindiskussion, um vom eigentlichen Thema abzulenken.


Natürlich, darum geht es (ihm) ja die ganze Zeit.
Aber das macht doch nichts.


jagdhuette
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Halbdaggl
publicenemy hat geschrieben:Er redet von Messern, die man nicht in der Tasche haben darf. Ich kenne mich da nicht so aus, das sind dann aber eher Klappmesser oder Stilettos.


Moment mal: nur die anständigen und wer das definiert ist ja wohl auch klar.


Goofy
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Grasdaggl
Nilkheimer hat geschrieben:Und noch einen zum Thema "Hmm, Voooorsicht, da müssemer erstmal prüfe, ob der überhaupt ein Rechtspopulischt is, gell".

Bayern und Deutschland« wären sicherer, »wenn jeder anständige Mann und jede anständige Frau ein Messer in der Tasche haben dürfte«


Hat das Hubsi gesagt?

Solche Messer, die sein Bruder in seinem Waffengeschäft verkauft?



Nilkheimer
Halbdaggl
Goofy hat geschrieben:
Nilkheimer hat geschrieben:Und noch einen zum Thema "Hmm, Voooorsicht, da müssemer erstmal prüfe, ob der überhaupt ein Rechtspopulischt is, gell".

Bayern und Deutschland« wären sicherer, »wenn jeder anständige Mann und jede anständige Frau ein Messer in der Tasche haben dürfte«


Hat das Hubsi gesagt?

Solche Messer, die sein Bruder in seinem Waffengeschäft verkauft?


Ein Vetterleswirtschafter isser eben auch noch! Ambushwerbung für die eigene Sippe, AALTER.
Aber das macht doch nichts.


Nilkheimer
Halbdaggl
Nilkheimer hat geschrieben:Das ist auch deswegen übel, weil jetzt so ein "Hexenjagd"-Typ, der nicht offiziell bei den Extremrechten ist, einen Freifahrtschein für seine Schuldumkehrmasche bekommen hat. Mit heute haben sich die Linien jedenfalls entscheidend verschoben. Danke Söder, dein Eintrag als Steigbügelhalter ist dir zumindest sicher.


ADMIN! Die FDP schreibt ab.

Aiwangers Antworten überzeugten ihn nicht, erklärte FDP-Fraktionschef Martin Hagen. Alles, was der Vize-Ministerpräsident künftig sage und tue, werde nun auf den Regierungschef selbst zurückfallen. "Ich bin gespannt, wie sehr Hubert Aiwanger diesen Freifahrtschein ausreizen wird."
Aber das macht doch nichts.

Goofy
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Ich hoff ja, dass die Bundesregierung in diesen Tagen ein paar Gesetze ohne viel öffentliche Diskussion durch drückt.
Und wenn sich alles beruhigt, noch schnell Marihuana frei gibt - damit dann da drüber diskutiert wird.

Die Aiwanger-Show - Besser wie Olympia.



Ich glaub nur, die CDU wird da nicht mitmachen und hat genau gegensätzliches Interesse.


publicenemy hat geschrieben:Er redet von Messern, die man nicht in der Tasche haben darf. Ich kenne mich da nicht so aus, das sind dann aber eher Klappmesser oder Stilettos.

Nein, er redet von Arabern, die Messer in der Tasche haben, und die Anständigen nicht, weil man’s ja nicht darf. Auf mehreren Ebenen perfide.

In Wirklichkeit darf natürlich jeder ein Sackmesser bei sich führen, aber keins, das man einhändig aufklappen kann. Finden viele doof – aber weil ihre Messerle so praktisch sind, nicht weil sie sie zur Selbstverteidigung bei sich tragen.

Ich komme mir ziemlich bescheuert dabei vor, auf diesen Mist einzugehen, aber: allein der Gedanke, dass sich ein Hanswurst wie ich sicherer fühlen würde, wenn er für eine Messerstecherei gewappnet wäre. Absurd.

flux
Tifferette hat geschrieben:Jetzt lassen wir mal das Framing, gell. Das Persönlichkeitsrecht eines Betroffenen muss IMMER berücksichtigt werden, das ist trivial. Das bedeutet aber eben nicht, dass nicht berichtet werden darf. Sondern dass abgewogen werden muss. Und hier muss man sich schon erheblich anstrengen, um ein klareres Informationsbedürfnis zu konstruieren: Der Vizeministerpräsident eines großen Bundeslandes war mit 17 Jahren in die Verbreitung eines antisemitischen Flugblatts involviert. Wie genau, ist nicht klar, aber die Beteiligung ist zugegeben und ohnehin beweisbar. Glasklarer geht es kaum. Dass er seit Monaten Grenzlinien austestet und überschreitet und dass hierüber ausgiebigst berichtet wurde, ist nach meiner Meinung (!) nicht mal notwendig, untermauert das Abwägungsergebnis aber nochmals. Und Peifer zB insinuiert mit keiner Silbe, dass es im Ergebnis anders sein könnte.

Ich bin bislang auch immer davon ausgegangen, dass Aiwanger alleine weil er eine Person öffentlichen Interesses ist, eine Einschränkung seiner Persönlichkeitsrechte hinnehmen muss und deshalb auch über Verfehlungen aus seiner Schulzeit berichtet werden darf. Aber ich habe eben auch das Interview mit Karl-Nikolaus Peifer auf n-tv.de gelesen. Und ich zitiere wiederholt, was dieser wortwörtlich gesagt hat:
Wenn Aiwanger also nicht bei mehreren Auftritten sprachlich ins populistische, teils sogar rechtsextreme Lager gewechselt wäre, dann hätte man den Uralt-Vorwurf nicht drucken dürfen.

Wenn Peifer sich damit irrt, und Aiwangers Persönlichkeitsrechte unabhängig von Form und Inhalt seiner Gegenwartsaussagen eingeschränkt wären, dann ist ja alles gut. Wenn das aber so stimmt, dann führt das eben im Falle einer gerichtlichen Auseindandersetzung am Ende des Tages dazu, dass ein Gericht feststellen müsste, Aiwanger müsse diese Einschränkungen hinnehmen, weil er eben unlängst dieses oder jenes gesagt hat. In der Tat hat Peifer "mit keiner Silbe insinuiert", dass ein Gericht zu einem anderen Schluss kommen würde. Und ich habe ihm das auch nicht in den Mund gelegt. Wer das behauptet, liest wieder mal Dinge, die ich gar nicht geschrieben habe.
Wenn es dann aber so kommen sollte, brauche ich nicht zu erwähnen, wessen Narrativ damit gestärkt wird und wer einen Nutzen daraus ziehen kann. Was daran lustig sein sollte, würde mich dann schon interessieren.


Goofy
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Grasdaggl
Tamasi hat geschrieben:Ich tippe auf eher weniger Stimmen bei der Wahl als die FW sich erhoffen.


Falls sie doch mehr bekommen, gehen die von der AfD ab. Das ist auch gut.

Die entsetzten Freie Wähler-Wähler können mangels Alternative nur zur CSU wechseln.
Deren Wähler wiederum, die mit Söders Verhalten nicht einverstanden sind, können ja schlecht die Freien Wähler oder AfD wählen, brauchen also eine andere Alternative.

Wählerwanderung.

Linksruck in Bayern :D



Oder nur eine Wunschvorstellung meinerseits?

Tifferette
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flux hat geschrieben:Ich bin bislang auch immer davon ausgegangen, dass Aiwanger alleine weil er eine Person öffentlichen Interesses ist, eine Einschränkung seiner Persönlichkeitsrechte hinnehmen muss und deshalb auch über Verfehlungen aus seiner Schulzeit berichtet werden darf.
(...)
Wenn Peifer sich damit irrt, und Aiwangers Persönlichkeitsrechte unabhängig von Form und Inhalt seiner Gegenwartsaussagen eingeschränkt wären, dann ist ja alles gut. Wenn das aber so stimmt, dann führt das eben im Falle einer gerichtlichen Auseindandersetzung am Ende des Tages dazu, dass ein Gericht feststellen müsste, Aiwanger müsse diese Einschränkungen hinnehmen, weil er eben unlängst dieses oder jenes gesagt hat.

Eine Abwägung ist immer eine Gesamtschau. Personen des öffentlichen Interesses müssen generell mehr hinnehmen als andere, richtig. Aber das ist auch nur ein Teilaspekt, wenngleich ein wichtiger. Und wenn das Thema der Berichterstattung mit den Themen zusammenfällt, wegen denen die Person in den Medien ist, dann wird das ebenfalls in die Wagschale geworfen. Und am Ende ist es dann das Gesamtbild. Das was jemand unlängst gesagt hat, wird immer mit eingestellt. Das ist weder neu noch irgendwie bemerkenswert. Sondern eben Teil der Abwägung.

Machen wir mal ein Gegenbeispiel: wäre Aiwanger mit 17 beim Klauen erwischt worden, dann wäre da so gut wie kein Konnex zu seiner politischen Tätigkeit, und dann würden seine Persönlichkeitsrechte möglicherweise (!) vorgehen. Anders, wenn er ein besonders scharfer Innenminister wäre, der eine Verschärfung des Jugendstrafrechts fordert.

Es kommt halt immer drauf an, und daher stinken mir die dickhodigen Brunzlaute der besagten Untoten so dermaßen.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Mustermann
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Nice Weather hat geschrieben:... , aber: allein der Gedanke, dass sich ein Hanswurst wie ich sicherer fühlen würde, wenn er für eine Messerstecherei gewappnet wäre. Absurd.
Da müsste ich schon eine Machete mithaben 8) .
„I guess that concludes negotiations.“

Goofy
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Grasdaggl
https://www.spiegel.de/politik/friedric ... da#ref=rss



CDU-Chef Merz ist bereit, einen höheren Spitzensteuersatz zu akzeptieren – und erhält ungewohnte Unterstützung von SPD-Generalsekretär Kühnert. Die FDP dagegen spricht von »Gift« für den Mittelstand.


aha, der Herr Merz. Selten, dass ich seine Vorschläge gut finde.


SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert sagte: »Wir verfolgen mit Spannung, ob Merz in seiner vom Wirtschaftsflügel dominierten CDU jetzt einen Kurswechsel durchsetzen kann, oder ob das wieder nur ein politischer Testballon war.« Seine Partei, so Kühnert gegenüber dem »Tagesspiegel« , wolle »95 Prozent der Beschäftigten im Land entlasten und im Gegenzug den Spitzensteuersatz für die obersten fünf Prozent moderat erhöhen.« Der Spitzensteuersatz würde somit erst bei deutlich höheren Einkommen greifen, als dies bislang der Fall ist.


aha, schön, dann warten wir mal mit ab.



Ich selbst unterstelle in meiner Bosheit, dass der Herr Merz schon einkalkuliert, dass das Thema für Spannungen in der Ampel sorgt.


Und da gehts auch schon los:

»Die CDU philosophiert in einer wirtschaftlich schwierigen Phase über Steuererhöhungen. Das ist komplett am Thema vorbei«, befand der FDP-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Christian Dürr in der F.A.Z. »Die Erhöhung des Spitzensteuersatzes wäre Gift für mittelständische Unternehmen.«

flux
Tifferette hat geschrieben:Eine Abwägung ist immer eine Gesamtschau. Personen des öffentlichen Interesses müssen generell mehr hinnehmen als andere, richtig. Aber das ist auch nur ein Teilaspekt, wenngleich ein wichtiger. Und wenn das Thema der Berichterstattung mit den Themen zusammenfällt, wegen denen die Person in den Medien ist, dann wird das ebenfalls in die Wagschale geworfen. Und am Ende ist es dann das Gesamtbild. Das was jemand unlängst gesagt hat, wird immer mit eingestellt. Das ist weder neu noch irgendwie bemerkenswert. Sondern eben Teil der Abwägung.

Machen wir mal ein Gegenbeispiel: wäre Aiwanger mit 17 beim Klauen erwischt worden, dann wäre da so gut wie kein Konnex zu seiner politischen Tätigkeit, und dann würden seine Persönlichkeitsrechte möglicherweise (!) vorgehen. Anders, wenn er ein besonders scharfer Innenminister wäre, der eine Verschärfung des Jugendstrafrechts fordert.

Es kommt halt immer drauf an, und daher stinken mir die dickhodigen Brunzlaute der besagten Untoten so dermaßen.

Kann ich alles nachvollziehen, was du schreibst. Es klingt aber in meinen Ohren ein bisschen anders, als das, was Peifer zumindest in dem von mir zweimal zitierten Satz ausdrückt: Während du die aktuellen Aussagen des Betroffenen quasi als Puzzleteil einer Gesamtschau darstellst, erhebt Peifer diese zum alles entscheidenden Faktor. Vielleicht missverstehe ich ihn da ja, weil ich in meiner Laienhaftigkeit seine Aussagen allzu wörtlich nehme?



Tifferette
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Grasdaggl
Ich habe ganz genau kenntlich gemacht, wo ich eine andere Meinung (!) habe als Peifer. Also spar Dir die Mühe.

Ob Du mir den Rest glaubst oder nicht, ist mir, mit Verlaub, nicht übermäßig wichtig. :P
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Goofy
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Grasdaggl
Das ganze Verhalten von Aiwanger erinnert sehr stark
an Donald Trump
und
an die AfD.




Mist bauen
nur das allernötigste zugeben und sich nicht erinnern können
Fehler der Gegner suchen und sich lautstark beklagen
Sich selbst als Opfer einer politischen Kampagne darstellen

Tamasi
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Allmachtsbachel
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Aber man muss halt auch der Typ dafür sein. Scheint hier ja zuzutreffen.

Allerdings steht in der SZ auch, dass Aiwanger außerhalb des Bierzelts durchaus ausgleichend und verbindend sein kann. Sie haben das am Windrad geschildert und wie Aiwanger da Energie-Wender und skeptische Grundbesitzer zusammen führen und ihnen die Ängste nehmen kann. Hätte ich jetzt so auch nicht gedacht.

Aber das Bierzelt ist das, was in der Öffentlichkeit landet und wenn es gut ankommt, dürfte es immer konsequenter in diese Richtung gehen.