Es sind tatsächlich de facto weniger Leihspieler als man immer denkt bzw. als wie es sich anfühlen tut, weil zwei extrem wichtige Leute geliehen sind, Nübel und Undav – und es wird in beiden Fällen teuer sein, sie dazubehalten.
Abgesehen davon muss man schon feststellen, dass es für die Pillen leichter ist, einen Spieler länger zu binden – oder man kann Leverkusen gleich ganz ausblenden und feststellen, dass der VfB laut offizieller Sprachregelung nach wie vor auf Verkäufe angewiesen ist, auch mit Porsche-Einstieg. Sollte es ihnen gelingen, sich für was internationales zu qualifizieren, könnten sie ein Jahr lang mit Mehreinnahmen rechnen, darüber hinaus gäbe es keine Garantien.
Der Vergleich ist spannend, weil in beiden Vereinen ein Trainer in kürzester Zeit sehr viel bewirkt hat – zumindest hat es in beiden Clubs den Anschein. Als dritte Bude könnte man noch St. Pauli hinzunehmen, wo sie den Cheftrainer enthoben und den Co-Trainer behalten haben, der offensichtlich ähnlich viel zu bieten hat an Expertise und Methode.
Mit den selben Voraussetzungen wäre Stuttgart der bessere Standort, denn Stuttgart ist eine Provinzhauptstadt, Leverkusen nur eine Pillenfabrik und ein Verladebahnhof – aber die Voraussetzungen sind eben nicht die selben. Und beim VfB sehe ich auch keine gefesselten Füße, sondern tönerne. Auf Sand. Vielleicht auch noch zusätzlich gefesselt.
Weil: wenn Alonso und Hoeneß mal weg sind, abgesehen von der Finanzkraft – was glauben wir, welcher Club besser positioniert ist, passende Nachfolger zu finden?