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higgi
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Grasdaggl
Die neue Generation Suchmaschinen sollen keine Links auf mögliche Quellen, also Webseiten, mehr als Ergebnis ausspucken sondern direkt die Antwort auf die „Frage“.
Damit wird es im Grunde keinen Traffic mehr geben

Logischer nächster Evolutionsschritt oder der nächste große Fake News Fuckup?
von daher

schwaebi
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Grasdaggl
Wie lautet den die Frage, wenn ich nur ein einzelnes Wort eingebe? Ich hasse solche Bevormundungen ...
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.



Man kann mittlerweile in Echtzeit dabei zuschauen, wie ein großer Teil der Bevölkerung dümmer gemacht wird.

Wenn sie sich Bachblüten einführen oder Heilerde fressen, geht’s mich ja nichts an, aber alle paar Jahre gehen die auch wählen.

Plan B
Grasdaggl
Nice Weather hat geschrieben:Man kann mittlerweile in Echtzeit dabei zuschauen, wie ein großer Teil der Bevölkerung dümmer gemacht wird.

Wenn sie sich Bachblüten einführen oder Heilerde fressen, geht’s mich ja nichts an, aber alle paar Jahre gehen die auch wählen.


Hier ist das kleine gallische Dorf Superforum, dass sich diesem Trend glücklicherweise widersetzt.
Manchmal bin echt froh nur noch einige Jahre vor der Pension zu stehen und ich diese Entwicklung berufsbedingt nur noch in den Anfängen mitbekomme.
Carpe diem.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Hehe.
Willkommen im Club der noch Analogdenkenden.
Wenn die Wahlen erst einmal gestreamt werden, haben wir es geschafft.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Frank N Furter
Der Flynn-Effekt wurde unter anderem (!) auch damit erklärt, dass die immer stärkere Mediennutzung die Leute bilden würde. Dann haben sich ein paar Psychologen 2018 mal etwas genauer den Zusammenhang zwischen TV-Konsum und IQ-Messung angeschaut und herausgeschält, dass 10 Jahre regelmäßiger TV-Konsum den IQ um 1,8 Punkte senkt, was eine recht hohe und ergo unerwartet große Differenz darstellt.

Es ist also zu erwarten, dass gerade die Smartphone-Nutzung noch einen viel höheren negativen Einfluss auf die intellektuelle Leistungsfähigkeit eines Menschen hat, weil dieses Gerät auch noch die Aufmerksamkeitsspanne senkt. Also die Zeit, in der ich Informationen aufnehmen und miteinander verknüpfen kann. Und wenn wunderts, dass der Flynn-Effekt mit der Massenverbreitung des Smartphones tatsächlich weltweit wieder umgekehrt wurde.

Wer ernsthaft die Beantwortung von Fragen trainierten Algorithmen überläßt, deren Training auf der "Arbeit" von Tausenden höchst prekär beschäftigten armen und meist wenig gebildeten Leuten in der Dritten Welt beruht, darf sich bereits als infiziert betrachten.

higgi
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Grasdaggl
Das tut man ja heute schon
OK man liest sich vielleicht mehrere Quellen durch aber letzten Endes landet man immer auf den gleichen Seiten, zumindest wenn es um Nachrichten geht.

Ergoogeln tut man aber in der Regel eher keine Nachrichten sondern andere Informationen
von daher

Frank N Furter
Kommt drauf an.
Egal zu welchem Thema Du etwas wissen willst, ist das immer ein Beginn an der Oberfläche, der nahezu beliebig weit in die Tiefe fortgeführt werden kann.

Auf die allermeisten semantisch formulierten Fragen, und mögen sie noch so konkret klingen, bekommst Du also keine eindeutige Antwort.

Der klassische Weg der Aufklärung führt auch heute noch oft über ein Lexikon, und da ist das digitale Lexikon sogar vorteilhaft. Denn ein Lexikon hat meist Fußnoten, die die Quellen seiner Informationen nennt, die es erlaubt weiter in die Tiefe zu gehen. Irgendwann kommt dann aber unvermeidlicher Weise das gute alte analoge Fachbuch.

Wenn die Menschen aber aus purer Faulheit sich damit zufrieden geben was ihnen ein Algorithmus als Antwort auf ihre Frage anbietet, oder diese Art der Suche sogar noch verbindlich würde, zumal unter Jugendlichen in den sozialen Medien, dann wird durch viel zu wenige Klicks binnen Sekunden aus einer Wissengesellschaft eine Unwissensgesellschaft, also die sogenannte Idiokratie, die wir ja schon jetzt sehr weitgehend haben.

higgi
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Grasdaggl
Ich bin jedenfalls gespannt wie das funktionieren wird und ob das Ergebnis tatsächlich ein anderes sein wird, als mit der herkömmlichen Maschine
von daher

flux
Frank N Furter hat geschrieben:Dann haben sich ein paar Psychologen 2018 mal etwas genauer den Zusammenhang zwischen TV-Konsum und IQ-Messung angeschaut und herausgeschält, dass 10 Jahre regelmäßiger TV-Konsum den IQ um 1,8 Punkte senkt, was eine recht hohe und ergo unerwartet große Differenz darstellt.

Da würde mich jetzt interessieren, wie sie herausgefunden haben, dass der TV-Konsum die Ursache für den verringerten IQ waren, und nicht etwa ein schwacher IQ die Ursache für erhöhten TV-Konsum.

schwaebi
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Grasdaggl
Das sind quasi zwei verschiedene Ausgangslagen und damit unterschiedliche Experimente.
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.

flux
Ja und wie sieht dann das Experiment aus, das einen Nachweis des TV-Konsums als Urscahe für einen sinkenden IQ erlaubt? Das war ja im Prinzip meine Frage.

Frank N Furter
Ich habe das damals in einem Zeit-Artikel gelesen:
https://www.zeit.de/2019/14/intelligenz ... ettansicht
Leider ist der jetzt hinter der Bezahlschranke.

Ich habe eben versucht den Original-Artikel in einer wissenschaftlichen Online-Bibliothek zu finden, dass ist mir aber ohne größeren Aufwand nicht gelungen.

So kann ich Dir also nur noch aus dem groben Gedächtnis antworten. Getestet wurden Jugendliche, solche mit und ohne regelmäßigem TV-Konsum. Zu Beginn der Studie war der IQ-Durchschnitt in beiden Gruppen gleich.



Frank N Furter
higgi hat geschrieben:Jugendliche?
Das ist keine representative Stichprobe


Muss ja auch nicht? Wenn die Fragestellung die ist, wie sich TV-Konsum auf den IQ auswirkt, ist es methodisch fast schon unumgänglich als Versuchsgruppe junge Menschen auszuwählen.

Wenn Du wissen wolltest, ob sich TV-Konsum bei älteren Menschen anders auswirkt als bei jügeren, müsstest Du natürlich eine ganz andere Studie machen.

higgi
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Grasdaggl
Nur wenn die Untersuchung allein auf Jugendliche abzielte

Wenn die Frage lautete ob TV Konsum generell den IQ absenkt, hätte man quer durch alle Altersschichten prüfen müssen, Männer und Frauen gleichermaßen
von daher

Frank N Furter
higgi hat geschrieben:Nur wenn die Untersuchung allein auf Jugendliche abzielte

Wenn die Frage lautete ob TV Konsum generell den IQ absenkt, hätte man quer durch alle Altersschichten prüfen müssen, Männer und Frauen gleichermaßen


Also nach Jungs und Mädels wird man nicht getrennt haben. Störst Du Dich etwa daran?

Bei älteren Menschen, weißt Du ja gar nicht wie die welche Medien 40, 50 oder gar 60 Jahre lang konsumiert haben. Die haben bereits eine viel längere Medien-Sozialisation die Du kaum noch bewerten kannst und so zwei annähernd gleiche Ausgangssituationen stellen kannst.

Bei Jüngeren kannst Du so eine Studie im Alter von 3 Jahren beginnen, die einen schauen regelmäßig TV, die anderen nicht, weil es in der heimischen Umgebung kein TV gibt. Und dann schaust Du 10 Jahre später wieder nach, ob Du einen Unterschied messen kannst bei einem IQ-Test. Und zwar nicht individuell (!), sondern natürlich statistisch.

Jedes andere Setting, dass man sich anschauen wollte, wäre wesentlich schwieriger experimentell umzusetzen ohne das die Aussage zwingend genauer würde. Du kannst die Teilnehmer an so einem Versuch ja ohnehin nicht 10 Jahre lang systematisch überwachen. Das heißt, einen bestimmten Bias hast Du da immer und musst diesen auch aktiv einbeziehen.

higgi
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Grasdaggl
Ich stör mich an Nichts
Lege nur Wert darauf dass man Hypothesen sauber formuliert und dafür dann auch die korrekten Daten zieht.
Ansonsten muss man mit den daraus generierten Thesen sehr vorsichtig sein

Ich würde in diesem Fall das Ergebnis tatsächlich nur auf Jugendliche beschränken und nicht als allgemeingültig
von daher



Unter Westfalen
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Grasdaggl
halensee hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Ich stör mich an Nichts
Lege nur Wert darauf dass man Hypothesen sauber formuliert und dafür dann auch die korrekten Daten zieht.
Ansonsten muss man mit den daraus generierten Thesen sehr vorsichtig sein

Ich würde in diesem Fall das Ergebnis tatsächlich nur auf Jugendliche beschränken und nicht als allgemeingültig

Eine Hypothese ist nichts anderes als eine Annahme. Die kannst du stellen wie du willst. Der Dämlichkeit sind da keine Grenzen gesetzt. Ob und wie die Hypothese dann bestätigt oder widerlegt wird, das steht auf einem ganz anderen Blatt.


Die beste Hypothese ist die, die man nach dem Ergebnis der Studie formuliert.
Man nennt sie daher auch Hypotenuse.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai