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Auswurf
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Grasdaggl
Ansonsten halten scheinbar 49 % Trump für einen Faschisten... Aber hey, was soll's

Das ist ja noch lange kein Grund ihn nicht zu wählen.
Stehen wir jetzt alle 4 Jahre vor dem Abgrund,
oder wird es ein täglicher Dauerzustand?

Wenn Trump verliert, rechne ich sofort mit Gewalt, sollte er gewinnen mit staatlicher Gewalt und Widerstand der städtischen Gesellschaft.
Civil war Version 2024?

2020 hätte ich das noch annähernd ausgeschlossen
das ist doch keine Musik

Local Zero
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Grasdaggl
Ach Auswurf, sei doch nicht immer gleich so defätistisch. Ist die Lage nicht schon schlimm genug? :mrgreen:
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
-------
"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

Auswurf
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Grasdaggl
Ich denke Harris/ die Demokratie wird siegen
- aber das wäre nur eine Etappe von unzähligen


Ich höre da gerade von denen oft den Vergleich mit Deutschland vor der Machtergreifung.
" Wir haben uns immer gefragt, wie das geschehen könnte - jetzt stecken wir mittendrin"
das ist doch keine Musik

killroy
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Granadaseggl
Viele aus meinem Umfeld machen gerade optional exitpläne aus dem bisherigen westlichen Leben

Und wir diskutieren die zeitumstellung :|
Zuletzt geändert von killroy am 27. Oktober 2024 21:02, insgesamt 1-mal geändert.
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten


killroy
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Granadaseggl
Local Zero hat geschrieben:Wohin?

Tja, schwierig. Aber mit entsprechendem Hintergrund und Nachnamen muss man sich damit auseinandersetzen
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Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

Local Zero
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Grasdaggl
Migrationshintergrund ist gemeint, oder?
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Local Zero
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Grasdaggl
Nachvollziehbar, bei der Hetze, die gerade von (zu) vielen betrieben wird. Und vor allem: von wem. Wenn das die AfD tut: geschenkt, da erwartet man das ja geradezu. Aber Teile des sogenannten "bürgerlichen Lagers" hetzen ja mit. Und wenn die das tun, hat das ein ganz anderes Gewicht.
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killroy
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Granadaseggl
richtig. deswegen muss man sich u.U. schon mit dem untergang des demokratischen systems und den potentiellen auswirkungen auf sich und seine lieben beschäftigen
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Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Local Zero hat geschrieben:Wohin?


Schwierig.
Das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" fällt ja leider für "the radical left" weg.
UK? Und wenn die Tories wieder an die Macht kommen?
Für Italien hätte ich auch ausreichende Sprachkenntnisse. Käme aber erst in Betracht, wenn sich die Meloni geoutet hat.
Ungarn? Da läuft mir der Orban bestimmt in der Gellert-Therme über den Weg. Nackt muss der noch hässlicher sein.
Österreich? Koan Almdudler!

Kanada oder Neuseeland.

Muss mir mal alte Merian-Hefte besorgen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai



lester
Seggl
killroy hat geschrieben:richtig. deswegen muss man sich u.U. schon mit dem untergang des demokratischen systems und den potentiellen auswirkungen auf sich und seine lieben beschäftigen


Böse Zungen würden behaupten, dass der Großteil der Deutschen sich z.B. bei einer Diktatur gar nicht so groß umstellen bräuchte. Und wenn wir noch zynischer sind, die Menschheit ist in ihren gut 10.000 Jahren Kulturgeschichte 9900 Jahre hervorragend ohne Demokratie ausgekommen. Und entgegen dem allgemeinen Bild was wir z.B. heute vom Mittelalter haben hieß das nicht für den Otto-Normalmenschen 365 Jahre Frohn von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und danach ist man todmüde ins Bett gefallen. Man könnte sogar argumentieren, dass unser augenscheinlich heute lebenswerteres Leben mehr mit dem technologischen als mit dem politischen Fortschritt zu tun hat. Die Pest fragt nicht ob jemand demokratisch oder monarchistisch ist. Und natürlich ist Feudalherrschaft heute nicht mehr zeitgemäß und erscheint uns furchtbar.
Aber vielleicht wird man in 1.000 Jahren auch mal auf uns zurück blicken und sagen "Die armen Menschen von damals, geknechtet in einem System wo die Regierung durch einen Beliebtheitswettbewerb gebildet wurde. Die mussten ganze 5 oder sogar 6 Tage die Woche arbeiten von morgens bis abends und es gab kein Anrecht auf 5 Mallorca-Reisen im Jahr. Und dann wurden sie gezwungen 50% ihrer Einkünfte direkt wieder abzugeben und in der Öffentlichkeit mussten die sogar Kleidung tragen. Die müssen doch alle unglücklich gewesen sein."

Man möge mich nicht falsch verstehen, ich bin ein Freund der Demokratie und habe auch schon eine Diktatur erlebt. Nur ist es ein Irrglaube wenn man denkt, dass mit der Demokratie auch die Menschheit untergeht.

killroy
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Granadaseggl
Das nicht. Aber für einen Teil wird es ungemütlich bis gefährlich. Ich stehe auf deren Seite.
Solche Argumente höre ich oft- von Weißbroten, die im Alltag keinen Bezug zu migrantischem oder queerem leben haben. Selbstverständlich meine ich damit nicht dich oder andere hier, kenne euch ja alle nicht
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

Aleksiander
Grasdaggl
Solange Trump die Wahl nicht gewonnen hat, kann man die Füsse still halten.
Und die Welt können wir eh nicht mehr retten, dafür ist die Menschheit viel zu egoistisch und vor allem zu dumm.
Nichts muss, aber alles kann.

Local Zero
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Grasdaggl
Auswurf hat geschrieben:https://youtu.be/8byY7yI0_As?si=iOOqk2D2UAkWwghw

mit am krass absurdesten, finde ich die Szene ab min 15.50
Es geht um die "Geiseln" vom sechsten Januar ,
Starring Marjorie Taylor Greene
Passend dazu (ja, der Dugin):

Bild

Zur Ehrenrettung des Vatikans (geht das?) sei gesagt: Monsignore Carlo Maria Viganò wurde vor drei Monaten exkommuniziert.
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

lester
Seggl
killroy hat geschrieben:Das nicht. Aber für einen Teil wird es ungemütlich bis gefährlich. Ich stehe auf deren Seite.
Solche Argumente höre ich oft- von Weißbroten, die im Alltag keinen Bezug zu migrantischem oder queerem leben haben. Selbstverständlich meine ich damit nicht dich oder andere hier, kenne euch ja alle nicht


Das hat aber wenig mit "Demokratie" zu tun, sondern mehr mit Minderheitenschutz.
Es scheitert ja schon daran, dass es gar keinen wirklichen Demokratiebegriff gibt. Irgendwie Teilhabe des Volkes, aber wie und in welcher Form steht halt nirgendswo. Sowohl wir als auch die USA sind ein demokratisches Land, trotzdem sehe ich da diverse Unterschiede. Auf dem Papier ist auch Russland demokratisch.

Es wäre zum Beispiel auch eine Form der Demokratie denkbar, in der es wirklich nur nach Mehrheiten geht zum Beispiel mit einer starken, direkten Demokratie. Das wären besonders schlechte Nachrichten für die Leute von denen du redest, denn für die meisten Menschen endet Gleichberechtigung usw. am Gartenzaun. Wir alle unterstützen liberale Positionen, sofern wir dafür nicht unseren Fernsehsessel verlassen müssen und vor allem soweit es für uns keine (augenscheinliche oder realen) Nachteile hat.

Nehmen wir mal an, wir führen eine Migranten oder LGBT Steuer ein, lass dies meinetwegen 20 Euro im Monat sein. Da wären die Sympathien aber ganz schnell weg geschwonnen. Für dich vielleicht nicht, weil du es eben im täglichen Leben hast. Allerdings darf ich dir dann natürlich nicht deine moralische Überlegenheit lassen.

Was ist zum Beispiel mit polyamoren Menschen, solche die mit mehr als einem Partner zusammen leben? Wo ist ihr Recht zu heiraten? Es gibt für solche Menschen eben keine Lobby. Warum gibt es da keine Initiative wie bei der Homo-Ehe?

Dann heißt es dann "Ja, steigt doch in die Kiste mit wem ihr wollt!" (als ob es nur darum gehen würde) oder "Es diskriminiert euch doch keiner, ihr könnt ja trotzdem alle zusammen leben!" Das stimmt dann zwar, allerdings betraf das eben auch die Homosexuellen bereits vorher. Trotz hat man dann (zu Recht) lange dafür gekämpft, dass die Homoehe eingeführt wird.

Schlagen wir den Bogen zurück zur Demokratie. Man könnte nämlich sogar so argumentieren, dass die Abschaffung der Demokratie höchst demokratisch wäre.
Ein gemeinhin bekannter Propagandaminister sagte einmal "Ich habe ja niemand gezwungen, mein Mitarbeiter zu sein, so, wie wir auch das deutsche Volk nicht gezwungen haben. Es hat uns ja selbst beauftragt." Dies ist natürlich nicht ganz korrekt, weil damals noch ganz andere Sitten herrschten mit Schlägertrupps, Einschüchterungen usw.

Heutzutage sieht das aber eben anders aus. Die Menschen wollen keine Demokratie mehr, sie sehnen sich nach dem "starken Mann" der alle Probleme löst. Das mit einer Diktatur alles besser wird, ist ja nun auch keine neue Entwicklung. Selbst die Bibel spricht ja schon vom Königreich Jesu dass kommen mag und nicht von der Republik Jesu wo ihm noch 30 Minister reinreden. Leider haben wir jedoch keinen Jesus, sondern einen Trump, einen Gauland usw.



lester
Seggl
Auswurf hat geschrieben:
Die Menschen wollen keine Demokratie mehr


Ich schon
Also " die Menschen" minus 1 + X


Natürlich betrifft dies nicht alle Menschen. Aber dass geht halt auch umgedreht, wenn du sagst "Die Menschen wollen Demokratie!" Man darf da annehmen, dass es den ein oder anderen gibt der das nicht so sieht. Und nicht mal nur diejenigen die aktiv Diktator werden wollen, sondern auch viele die gerne wieder einem Diktator. nachrennen würden.

Wir könnten es ja mal wieder mit einer Militärdiktatur versuchen wie zum Beispiel unter Leopoldo Galtieri. Wenn der die Falklandinseln wollte hat er nicht gefragt :D

Auswurf
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Grasdaggl
Danke Public
Ich hatte schon vermutet, hier meine Mathe-Schwäche zu offenbaren.

Lester
Ich sag ja auch nie " Die Menschen wollen Demokratie"

Ich halte eben wenig von
Schicksalsergebenheit.
"Klimawandel gab's schon immer"
"Diktaturen kommen und gehen"

Im hier und jetzt, geht's um Verantwortung
und es wäre schön, wenn sich viele verantwortlich fühlen würden, für das was jetzt geschieht, im Wissen, dass es die Zukunft beeinflusst
das ist doch keine Musik

Local Zero
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Grasdaggl
lester hat geschrieben:
killroy hat geschrieben:Das nicht. Aber für einen Teil wird es ungemütlich bis gefährlich. Ich stehe auf deren Seite.
Solche Argumente höre ich oft- von Weißbroten, die im Alltag keinen Bezug zu migrantischem oder queerem leben haben. Selbstverständlich meine ich damit nicht dich oder andere hier, kenne euch ja alle nicht

Heutzutage sieht das aber eben anders aus. Die Menschen wollen keine Demokratie mehr, sie sehnen sich nach dem "starken Mann" der alle Probleme löst. Das mit einer Diktatur alles besser wird, ist ja nun auch keine neue Entwicklung.
Alter Schwede...
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

Frank N Furter
Demokratie kann kein Selbstzweck sein. Es ist eine von verschiedenen Formen der Entscheidungsfindung. Es existiert aber über den verschiedenen Formen der Entscheidungsfindung erst das maßgebliche Prinzip, nämlich die richtige Entscheidung zu treffen. Denn keine Gruppe, ob groß oder klein hätte was davon, wenn zwar jede Entscheidung in der Art getroffen würde die sie bevorzugen, die Entscheidung aber jedesmal einen Haufen Nachteile brächte.

Nun gibt es natürlich keine objektiv richtigen Entscheidungen, das haben inzwischen wohl schon die meisten kapiert (hoffe ich). Also geht es um die Qualität einer Entscheidung und die alles entscheidende Frage lautet also: in welcher Form sollte etwas entschieden werden, damit eine möglichst hohe Entscheidungsqualität erreicht werden kann?

Und da kommt die Demokratie, also die echte, wieder ins Spiel. Es gibt nämlich eine große Anzahl von Entscheidungen, die funktionieren am Ende nur dann ausreichend gut, wenn eine größere Mehrheit sie teilt, mitzieht und täglich bereit ist sie zu praktizieren. Dort wo das so ist, ist die direkte Demokratie in den allermeisten Fällen die qualitativ beste Form Entscheidungen zu treffen. Aber es gibt noch andere Fälle, die komplex sind und gar nicht auf eine singuläre Ausgangsfrage zurückgeführt werden können. Und da braucht man meistens wirklich extrem erfahrene und gut ausgebildete Fachexperten, um eine ordentliche Entscheidungsqualität zu erreichen.

Im Moment haben wir beides nicht. Wir haben keine echte (direkte) Demokratie und mit den Expertenentscheidungen ist es leider auch nicht mehr weit her.

Ich denke, die meisten Menschen hierzulande merken einfach, dass viele Entscheidungen der Politik schlecht, bis sogar extrem schlecht waren. Die sind nicht unzufrieden, weil es zu viel oder zu wenig Demokratie gibt, sondern weil Vieles in unserem Lande schlichtweg nicht mehr ausreichend gut funktioniert.

killroy
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Granadaseggl
ich schreib hier nur noch eins, dann ziehe ich mich raus, sonst ....

Egal ob eine Demokratie komplett, vollständig oder fehlerhaft ist. Sie ist nach wie vor die beste Gesellschaftsform, in der Minderheitenschutz zumindest tewileise bis mehr umgesetzt wird. Demokratie geht mit rechtsstaat einher.
Klar ist (für mich) jedem Fall, dass egal aus welchen Gründen es sie gibt, es in einer Diktuatur oder einem totalitär organsierten Staat immer einen Teil der ansässigen Bevölkerung gibt, der massiv zu leiden hat, unterdrückt oder schlimmeres wird.

Das mag wissenschaftlich betrachtet vielleicht nicht korrekt sein, ist mir aber wurscht, die Realität der jüngeren Geschichte zeigt das genau so. Alles andere interessiert mich nicht, akademisch-theoretische Diskussionen können nur die führen, die keine Sorgen diesbezüglich in ihrem Leben kennen.

Tschö
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten