384 Beiträge




Kryztina
Granadaseggl
Platz für Zwischennutzung/Gegenkultur/Sub - oder alternative Kultur, über die Begriffe und vor allem die Zukunft kann man streiten. Meist sind es immer noch Industriestandorte oder Gleisanlagen, Bahnhöfe aber auch Bausünden, Schrott/Bruch oder Verwaltungsgebäude, die frei werden. Auf bestimmte Zeit.


https://schoettleareal.de/

mal sehen was daraus wird ... und das noch, P 7 in Cannstatt:

https://www.puls-stuttgart.org/antraege ... t-beleben/

und: die Paulinenbrücke, auch da verändert sich laufend was und ist einiges an Planung:

https://www.swr.de/swrkultur/leben-und- ... 8-100.html



Kryztina
Granadaseggl
......................................................................„Mutter Teresa der Szene“




Hallo, herzlich willkommen im Stuttgart Fred!

Nada, die Wirtin vom Imbiss Zum Zum ist gestorben, manche kennen sie noch, sie war glaub einarmig, das darf ich sagen, egal, des Zum Zum war in der Bolzstraße, wir pendelten zwischen Zum Zum, Palast und Unbekanntes Tier. Immer schön :prost:

GUTE REISE Nada Popek!

RIP

Das Zum Zum mit orangefarbenem Neonlicht, dunkel gekachelten Fußböden und braun gestreiftem Cord der Bänke hat es nie ins Magazin „Schöner Wohnen“ geschafft, aber in die Herzen vieler Stuttgarterinnen und Stuttgarter, die heute zwischen 40 und 80 Jahre alt sind. Nada Popek gewährte ihnen Heimat für die Länge einer Currywurst, von deren Soße noch heute geschwärmt wird. Das Stadtmagazin „Lift“ ernannte die Kroatin in den 1990ern gar zur „Mutter Teresa der Szene“. An Heiligabend lud die Wirtin, die einst nach Deutschland gezogen war, um Germanistik zu studieren, Obdachlose zu Göckele und Glühwein ein – niemand musste dafür bezahlen.

Quelle: Pivo und Lokalpresse


Pendeln? Das waren doch gerade mal 20 Meter.

Kryztina hat geschrieben:Das Stadtmagazin „Lift“ ernannte die Kroatin in den 1990ern gar zur „Mutter Teresa der Szene“. An Heiligabend lud die Wirtin, die einst nach Deutschland gezogen war, um Germanistik zu studieren, Obdachlose zu Göckele und Glühwein ein – niemand musste dafür bezahlen.

Mutter Teresa war eine hässliche Fanatikerin, die gegen die Abtreibung hetzte und von Diktatoren und Gangstern Geld genommen hat, um Klöster zu bauen. Die Armen waren ihr egal.


de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
Das tourtagebuch von Janni Jan Böhmermann widmet heute eurer wunderschönen Stadt ein Kapitel

Mich würde mal interessieren, wie ihr das seht als waschechte Stuttgarter im vergleich zu mir Saarländer

Liebes Tourtagebuch,

nach zwei Tagen in Stuttgart muss ich festhalten: Die Stadt ist zu groß für sich selbst. Reden wir mal nicht über den Bahnhof ("Der schönste Bahnhof Deutschlands!"), der seit sage und schreibe drei Livetourneen eine zuverlässige Vollkatastrophe und Passagierdemütigung ist. Auch sonst fielen mir ~interessante~ Stadtgestaltungsdetails auf:


Ein neues Kunstwerk auf dem Schlossplatz, das politisch akkurat offenbar den aktuellen Übergang von liberaler Demokratie (schwarz-rot-gold) zu autoritärer Rückwärts-Idiokratie (schwarz-weiß-rot) illustrieren möchte! Dieses wichtige Werk reiht sich hervorragend in den wahrscheinlich auch als Kunstinstallation gedachten Mülltonnen- und Ascheimer-Slalom in der Stuttgarter Fußgängerzone ein.


Kurz: Die Innenstadt Stuttgarts bleibt in ihrer bemühten Zugestelltheit eine Herausforderung für jeden ästhetisch sensiblen Besucher.

Unser Konzert gestern Abend war hingegen A BLAST! 8000 ausgelassene Zuschauende mussten sich allerdings die Trickfrage gefallen lassen, wie das mit dem Comeback des Faschismus in Deutschland wohl passieren konnte - während sie in einer Halle standen, die Stuttgart nach einem SS-Verbrecher und Nationalsozialisten benannt hat. Schleyerhaft!
Don't criticize what you can't understand


schwaebi
Benutzeravatar
Grasdaggl
de mappes hat geschrieben:Das tourtagebuch von Janni Jan Böhmermann widmet heute eurer wunderschönen Stadt ein Kapitel

Mich würde mal interessieren, wie ihr das seht als waschechte Stuttgarter im vergleich zu mir Saarländer

Liebes Tourtagebuch,

nach zwei Tagen in Stuttgart muss ich festhalten: Die Stadt ist zu groß für sich selbst. Reden wir mal nicht über den Bahnhof ("Der schönste Bahnhof Deutschlands!"), der seit sage und schreibe drei Livetourneen eine zuverlässige Vollkatastrophe und Passagierdemütigung ist. Auch sonst fielen mir ~interessante~ Stadtgestaltungsdetails auf:


Ein neues Kunstwerk auf dem Schlossplatz, das politisch akkurat offenbar den aktuellen Übergang von liberaler Demokratie (schwarz-rot-gold) zu autoritärer Rückwärts-Idiokratie (schwarz-weiß-rot) illustrieren möchte! Dieses wichtige Werk reiht sich hervorragend in den wahrscheinlich auch als Kunstinstallation gedachten Mülltonnen- und Ascheimer-Slalom in der Stuttgarter Fußgängerzone ein.


Kurz: Die Innenstadt Stuttgarts bleibt in ihrer bemühten Zugestelltheit eine Herausforderung für jeden ästhetisch sensiblen Besucher.

Unser Konzert gestern Abend war hingegen A BLAST! 8000 ausgelassene Zuschauende mussten sich allerdings die Trickfrage gefallen lassen, wie das mit dem Comeback des Faschismus in Deutschland wohl passieren konnte - während sie in einer Halle standen, die Stuttgart nach einem SS-Verbrecher und Nationalsozialisten benannt hat. Schleyerhaft!


Tja, alles schon mal gehört/gelesen. Aber besser... :roll:

jeden ästhetisch sensiblen Besucher
Da meint er aber nicht sich selbst, oder?
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.



Local Zero
Benutzeravatar
Grasdaggl
schwaebi hat geschrieben:
de mappes hat geschrieben:Das tourtagebuch von Janni Jan Böhmermann widmet heute eurer wunderschönen Stadt ein Kapitel

Mich würde mal interessieren, wie ihr das seht als waschechte Stuttgarter im vergleich zu mir Saarländer

Liebes Tourtagebuch,

nach zwei Tagen in Stuttgart muss ich festhalten: Die Stadt ist zu groß für sich selbst. Reden wir mal nicht über den Bahnhof ("Der schönste Bahnhof Deutschlands!"), der seit sage und schreibe drei Livetourneen eine zuverlässige Vollkatastrophe und Passagierdemütigung ist. Auch sonst fielen mir ~interessante~ Stadtgestaltungsdetails auf:


Ein neues Kunstwerk auf dem Schlossplatz, das politisch akkurat offenbar den aktuellen Übergang von liberaler Demokratie (schwarz-rot-gold) zu autoritärer Rückwärts-Idiokratie (schwarz-weiß-rot) illustrieren möchte! Dieses wichtige Werk reiht sich hervorragend in den wahrscheinlich auch als Kunstinstallation gedachten Mülltonnen- und Ascheimer-Slalom in der Stuttgarter Fußgängerzone ein.


Kurz: Die Innenstadt Stuttgarts bleibt in ihrer bemühten Zugestelltheit eine Herausforderung für jeden ästhetisch sensiblen Besucher.

Unser Konzert gestern Abend war hingegen A BLAST! 8000 ausgelassene Zuschauende mussten sich allerdings die Trickfrage gefallen lassen, wie das mit dem Comeback des Faschismus in Deutschland wohl passieren konnte - während sie in einer Halle standen, die Stuttgart nach einem SS-Verbrecher und Nationalsozialisten benannt hat. Schleyerhaft!


Tja, alles schon mal gehört/gelesen. Aber besser... :roll:

jeden ästhetisch sensiblen Besucher
Da meint er aber nicht sich selbst, oder?
Die Tautologie ist ihm durchgerutscht.
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
-------
"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

killroy
Benutzeravatar
Granadaseggl
Aufgrund seines Ranges als SS-Untersturmführer war Schleyer drei Jahre lang in Baden interniert. Am 24. April 1948 kam er frei. Sein Entnazifizierungsverfahren endete mit der Einstufung als Minderbelasteter, wogegen er Widerspruch einlegte. Nach dem Revisionsverfahren galt er seit Dezember 1948 nur noch als Mitläufer. Schleyer hatte bei den Angaben zur Person einen niedrigeren Dienstgrad angegeben, um das mögliche Strafmaß zu reduzieren: Anstelle seines Rangs als SS-Untersturmführer notierte er SS-Oberscharführer.

Am 1. März 1949 begann Schleyer seine Tätigkeit als Referent bei der Industrie- und Handelskammer Baden-Baden.

Zum 1. Oktober 1951 wechselte er als Sachbearbeiter zur Daimler-Benz AG.
Hier übernahm er im Mai 1953 die Leitung des Hauptsekretariats und war zugleich Assistent des Vorstandsvorsitzenden Fritz Koenecke.
Durch Protektion Koeneckes stieg Schleyer rasch auf; ab dem 1. Januar 1956 war er Leiter der Personalabteilung, und zum 1. Januar 1959 wurde er als stellvertretendes Mitglied in den Vorstand berufen.
Ab dem 1. Oktober 1963 war er ordentliches Vorstandsmitglied.

1970 trat Schleyer in die CDU ein. Am 12. Februar 1970 wurde er zum Ehrensenator der Universität Innsbruck ernannt.

Ach herrlich, wie einfach das geht. :puke:
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten


Kryztina
Granadaseggl
Flüchtlingsbaracken mitten in der Stadt??? Schlimme Zustände seinerzeit! Ich kenne nur Schlotwiese, Rot, Zuffenhausen... Morast.


https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... 3fd8c.html


tamasi, du kennst noch die Vereinigten Hüttenwerke mitten in der Stadt, tw. Baracken bis in die 70er danach entstand daraus das Schwabenzentrum und jetzt halt dich fest, wird ein Teil ...

abgerissen



Kryztina
Granadaseggl
Neues von der SCHWEMME Cannstatt:


https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... 1740413256



79/80
In ihrer Cannstatter Stammkneipe Schatten saßen Tek und Micha in dieser Zeit oft beim Bier. Micha erzählte, dass er sich eine alte Gitarre auf dem Flohmarkt gekauft hatte und nun eine Punkband gründen möchte. Tek beschloss spontan Schlagzeug zu spielen, obwohl er keine Ahnung hatte. Aber das war egal. „Scheiß drauf, wir machen Punk!“, meinte Tek. Das wurde sofort mit reichlich Bier begossen.

Tek war bei TRIEBTÄTER und heute noch bei HERBÄRDS