Bei uns an der Schule gab es damals einen Jungen, dem es sehr wichtig war, lauter und länger furzen zu können, als alle seine Mitschüler. Der hat tatsächlich versucht, das zu trainieren. Ich habe keine Ahnung wie er das gemacht hat, Fakt ist aber, dass seine Flatulenzen tatsächlich sehr eindrücklich waren. Immerhin erinnere ich mich heute noch an seine Winde. Seinen Namen habe ich allerdings vergessen. Keine Ahnung, ob man so etwas trainieren kann, vielleicht
war hatte er auch einfach nur - genetisch prädispositioniert - ein besonderes Arschloch. Jedes Mal, wenn ihm ein besonders prächtiger Wind abging, zog ein sehr zufriedenes Strahlen über sein Gesicht, das in ein hämisch keckerndes Gelächter überging. Wenn uns - seinem Publikum - dann ein fasziniert-angewidertes
„Boah, ey, ist das eklig“, entfuhr, steigerte das seinen Stolz noch mehr. Der Geruch war ihm egal, es zählte einzig der Klang.
Nachdem wir die Schule verlassen hatten, trennten sich die Wege, er ist später auch nie zu den Klassentreffen gekommen. Vielleicht war ihm als Erwachsener sein jugendliches Streben peinlich geworden. Und es hätte wohl auch nicht wenige gegeben, die ihn bei einem solchen Wiedersehen spöttisch dazu aufgefordert hätten, doch noch einmal so zu furzen wie damals in der Schule. Mich eingeschlossen

. Manchmal - eher sehr selten - habe ich mich in den letzten Jahrzehnten gefragt, was aus ihm geworden ist.
Heute habe ich durch Zufall in einer deutschen Automobilzeitschrift einen Hinweis gefunden: Der kleine analfixierte Junge von damals kann nur Entwicklungsingenieur bei Porsche geworden sein:
Menschen, die ab und an in einem sportlichen Fahrzeug mit entsprechend abgestimmtem Motor- und Auspuff-Sound unterwegs sind, erliegen immer mal wieder folgendem Drang: Nach der Einfahrt in einen Tunnel wird das Tempo verlangsamt und ein paar Gänge zurückgeschaltet; gerne gehen parallel die Seitenscheiben runter. Und dann: Rauf aufs Gaspedal und den – zumindest der eigenen Wahrnehmung nach – tollen Klang genießen, der sich zwischen den Tunnelwänden fängt und nicht einfach, wie draußen, in die Umgebung verflüchtigt.
Oder wie Porsche es ausdrückt: "Manche Fahrzeuginsassen mögen die besondere Geräuschkulisse eines Kraftfahrzeugs, die bei einer Tunneldurchfahrt auftritt." Ein kurzer Glücksmoment, den auf diese Art spielerisch veranlagte Autofahrerinnen und Autofahrer bislang selbst timen und durchführen müssen.
Doch womöglich gibt es bald eine Technik, die das Prozedere der Person hinter dem Steuer weitgehend abnimmt. Zumindest scheint Porsche an einem solchen System zu arbeiten. Denn die Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft hat am 11. Oktober 2025 bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum ("World Intellectual Property Organization" oder kurz: WIPO) das Patent für ein "Verfahren zum Betreiben eines Kraftfahrzeugs bei einer Tunneldurchfahrt" beantragt; am 23. Oktober wurde es unter der Nummer DE102024129456 veröffentlicht.
Kurz zusammengefasst übernimmt das Auto das eingangs beschriebene Szenario dabei selbst. Laut Patentschrift verfügt es über zwei Tunnelbetriebsmodi. Erfasst es anhand von Kamerabildern oder GPS-Daten auf der vorausliegenden Strecke einen Tunnel, generiert es etwa 500 Meter zuvor "eine visuelle und/oder akustische Benachrichtigung für den Fahrer". Dieser kann dann einen der beiden Modi auswählen, muss es aber nicht.
Doch was passiert auf technischer Seite, wenn der Fahrer oder die Fahrerin den Tunnelmodus aktiviert? Porsches System zielt einerseits auf ein Maximum an Emotionalität, denn in einer Variante werden automatisch die Fenster geöffnet, wobei je nach Außentemperatur gleichzeitig die Klimaanlage auf eine höhere Temperatur eingestellt und die Sitzheizung aktiviert werden. Handelt es sich um ein Cabrio, kann zudem der Hinweis erfolgen, zuvor an einem Park- oder Rastplatz kurz anzuhalten und das Dach zu öffnen. In der Röhre wechselt der Porsche dann in den Sportmodus, wodurch er selbstständig die Auspuffklappen öffnet. Denkbar ist laut Patentschrift obendrein ein automatisches Zurückschalten um mindestens einen Gang.
Porsche plant den Tunnelmodus übrigens nicht nur für Modelle mit Verbrennungsmotor. Elektroautos, die über synthetisch erzeugte Fahrgeräusche verfügen, könnten diese im Tunnel ebenfalls akustisch verstärkt in den Innenraum transportieren. Zudem bestehe grundsätzlich die Möglichkeit, "dass nach der Auswahl des ersten Tunnelbetriebsmodus ein akustischer Nachhall beim Durchfahren des Tunnels auf Grundlage eines aktuellen Fahrprofils des Kraftfahrzeugs synthetisch erzeugt wird".http://www.auto-motor-und-sport.de/tech ... oder-bloed
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."