Ich akzeptiere in dieser Sache aber keinen Widerspruch.
Weiß gar nicht so recht, was ich mit der Man City-Geschichte anfangen soll.
Klopp hat seit Jahren davon geredet, davor hat Wenger schon jahrelang davon geredet, und sehen konnte es eh jeder, auch ohne es zu wissen. Insgesamt geht es hauptsächlich um 900 Millionen Pfund über einen Zeitraum von 2009 bis 2018, die als Einnahmen deklariert wurden, obwohl es das eigene Geld war, bzw. staatliches Kapital.
Der Unterschied zu Spanien und Frankreich – oder auch zu Geldkoffern von Leo Kirch – ist, dass die Premier League da mal ran ist und das Ganze untersucht hat, ohne einzuknicken. Engländer halt: die Museen voller geraubter Kulturgegenstände, aber dann einen auf Sportsgeist machen.
Jetzt schreien’s alle, dass das das größte Ding in der Geschichte des Fußballs oder des Sports überhaupt sei (Heysel schon vergessen) und man sitzt so davor und denkt “in Paris nennt man das nicht ‘Cheating on an industrial scale’, sondern ‘Geschäftsmodell’”. Aber ernst ist es schon, es wird richtige Konsequenzen haben, und das ist ja auch gut.
Da wird noch viel kommen, ein paar andere Vereine haben sich bereits rechtliche Schritte vorbehalten über insgesamt 800 Millionen Pfund Schadensersatz usw. – weiß nicht, wie man auf die Summe kommt, aber so wird das berichtet. Manche vermuten sogar, dass Spieler anderer Vereine möglicherweise Schaden geltend machen könnten, vielleicht in Form einer Sammelklage. Sportlich wird es wohl Punktabzüge geben, die einen Abstieg erzwingen, denkbar sind auch massive Punktabzüge über mehrere Spielzeiten nach einer Rückkehr in die Premier League. Transfersperren sowieso.
“Throw your medals in the bin”
Roy Keane




