RedBlues hat geschrieben:Am Ende kann man jeden Film meiner Meinung auf eine einfache Frage reduzieren, hat der Film gefesselt und oder berührt? Wenn ja, guter Film, wenn nein kein so guter Film.
Meiner Meinung muss ein Film wie ein Buch wie eine musikalbum fesseln, tut er das nicht bin ich danach nicht so happy über den Film.
Das gilt doch generell für Kunst und ist eine uralte Betrachtungsweise.
Ursprünglich aus der antiken Rhetorik stammend, gelten docere (belehren), movere (bewegen) und delectare (erfreuen) auch als die drei Grundprinzipien, nach denen die Qualität einer Rede beurteilt wird. Später wurde dann beispielsweise in der französischen Klassik mit dem plaire et instruire auch ein Anspruch an jede Form eines literarischen Werks (Text oder Theaterstück) formuliert.
Anhand dieser drei genannten Prinzipien kann man auch die Wirkung eines jeden Films, Musikstücks, Bilds, etc. für sich selbst beurteilen. Ob man nun eher der Typ ist, der sich an einem Werk ergötzt oder eher berührt werden möchte oder an einer Erweiterung des Wissens/Entwicklung der Persönlichkeit interessiert ist, das liegt halt in der Natur des Einzelnen. Und wenn einer Tränen heult bei einem Musikstück, das ein anderer seicht und belanglos empfindet, dann sind die Ansprüche ans Bewegen einfach unterschiedlich.
Und deshalb ist auch die Unterscheidung zwischen U und E oder zwischen Popkultur und Kunst oder zwischen Kunsthandwerk und Kunst immer eine Frage der persönlichen Einschätzung, auch wenn die Berufskritiker das anders sehen...
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.
- Charles Maurice de Talleyrand -
- Charles Maurice de Talleyrand -


