@tiffi, tamasi und die anderen: Danke für die Blumen, aber es ist nur ein kurzer Ausflug. Bald bin ich wieder „daheim“ und dann froh, wenn ich eine einigermaßen stabile Stromversorgung habe. Über stationäres Internet und segglforum muss ich dann gar nicht weiter nachdenken.
@spätzle: Tomaten. Freilandtomaten. Herr Tichy soll künftig Freilandtomaten züchten. Dann hat er keine Zeit mehr zum schreiben und wir müssen ihn nicht mehr lesen. Ein guter Journalist wird der im Leben nicht mehr, schließlich hat er aus seiner Ausbildung so gut wie nichts mitgenommen. Also sollte er den Beruf wechseln. Das halte ich für einen guten Lösungsvorschlag.
Im Ernst: Ich halte diese ganze Flüchtlingsdebatte für einen Popanz. Sie ist vorgeschoben, um die Verantwortlichen für die Probleme hier aus der Schusslinie zu nehmen. Ich habe es in meinem ersten post schon angedeutet: Wohnungsnot, hohe Mieten, prekäre Beschäftigung, Arbeitslosigkeit etc. haben erst einmal gar nichts mit den Geflüchteten zu tun. Das gibt es hier schon seit Jahrzehnten. Unbestritten ist natürlich, dass durch Zuwanderung diese Probleme verschärft werden. Trotzdem, ganz plakativ gesagt: Schmeiß alle Asylsuchenden aus der BRD und es wird sich z.B. an den Mietpreisen in Stuttgart nichts ändern. Die Wohnungsnot bleibt. Sie kann nicht nach Afrika exportiert werden. Also sollten wir über Städtebau reden und nicht über Flüchtende.
Und so können wir stundenlang weitermachen. Von mir aus gerne, aber nicht unter der Prämisse „Flucht“. Da ist die Gefahr zu groß, dass das ganze in Rassismus abdriftet und gegen den bin ich extrem allergisch. Aber genau dieser Rassismus wird durch diese Debatte billigend in Kauf genommen und ist von manchen auch durchaus gewollt. In diese Falle sollten wir nicht treten.
In Österreich soll wieder die 60-Stunden-Woche eingeführt werden. Du kannst darauf warten, dass sich hier bald die ersten aus der Deckung wagen und eine ähnliche Regelung für Deutschland fordern. Das betrifft dich und mich doch wesentlich existentieller als die Flüchtlingsfrage. Das wird dein Leben beeinflussen und deine Rente. Nicht der Togolese.
Wir können uns auch darüber unterhalten, dass die Industrie der ersten Welt ganz massiv Nutzen aus der Ausbeutung von Rohstoffen in Afrika und aus Sklaverei-ähnlichen Arbeitsverhältnissen zieht. Das ist eine der Fluchtursachen. Und wir profitieren indirekt von diesen äußerst ungleichen Beziehungen.
Die kulturellen Unterschiede verleugne ich nicht, aber findest du es nicht auch bigott, wenn am Samstag im Stadion die homophoben Sprüche herausgehauen werden und am Sonntag über die Homophobie im Islam diskutiert wird? Und was sagt überhaupt der Papst dazu?
Es gibt also viele Themen, die Reduktion auf die Flüchtlings- und Asylfrage ist daher in meinen Augen falsch. Deshalb möchte ich darüber nicht diskutieren. Ich hoffe, das ich dir das schlüssig erklären konnte.
@kronenclub: Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.
Deinen Wunsch in allen Ehren, aber da du nicht an Leib und Leben bedroht bist (hoffe ich doch), muss ich bei dir etwas strengere Maßstäbe anlegen. Also Finger weg von dem Bus.
@frankfurter: Bevor ein solches Rettungsschiff in See sticht ist jede Menge Arbeit zu erledigen. Und du kannst es mir glauben oder nicht, bei den großen Hilfsorganisationen arbeiten ganz toughe Mädels und Buben, die einen solchen Einsatz vorbereiten. Da gibt es Juristen, die sich seit Jahren auf das Seerecht spezialisiert haben, andere haben es eher mit Asylrecht oder Staatsrecht zu tun. Andere sind Experten im Bereich EU-Zuschüsse. Dann gibt es Ärzte und Psychologen und natürlich auch gestandene Seeleute und Kapitäne. Dann kommen noch ein paar Versicherungsspezialisten hinzu, Fundraiser, Journalisten. Und auch Konfliktforscher, die unter anderem verschiedene Krisenszenarien und geeignete Lösungswege dazu entwerfen. Das wollen die Versicherungen so, aber hauptsächlich geht es darum, Besatzung und Passagiere wieder sicher an Land zu bringen. Und eben jenes Szenario, also das mit dem Umkehren nach Afrika, wird auch berücksichtigt. Schließlich kann es durchaus passieren, dass eines der Rettungsschiffe selbst in Seenot gerät. Diese Konfliktforscher und Sicherheitsexperten raten dringend davon ab, einen afrikanischen Hafen anzulaufen weil sie Revolten befürchten und für wahrscheinlich halten. Lieber solle man, so lautet ihr Ratschlag, auf offener See, also internationalen Gewässern, auf Rettung warten, sofern dies möglich sei.
Entscheidend bei dieser Einschätzung ist die Lage, in der sich diese Leute befinden. Sie haben das Ziel quasi greifbar vor sich und dann sollen sie umkehren. Never. Dafür haben sie zu viel durchgemacht. Rational ist das nicht. Da bin ich mit dir einig. Aber unter Umständen sehr wirkungsvoll. Und natürlich lässt sich ein Kapitän zwingen einen bestimmten Kurs einzuschlagen, wenn du ihm drohst ein paar Helfer im Mittelmeer zu versenken. Die Entführer der Landshut waren auch keine Piloten.
Zum Rest deines postings. Es ging, wie oben bereits geschrieben, um den Artikel von Herrn Tichy und da ist eben die Aquarius das Thema und nicht ein anderes Schiff. Auch über die Titanic oder die Exxon Valdez verliert er kein Wort, obwohl es sie zweifelsfrei gegeben hat.
@spätzle: Tomaten. Freilandtomaten. Herr Tichy soll künftig Freilandtomaten züchten. Dann hat er keine Zeit mehr zum schreiben und wir müssen ihn nicht mehr lesen. Ein guter Journalist wird der im Leben nicht mehr, schließlich hat er aus seiner Ausbildung so gut wie nichts mitgenommen. Also sollte er den Beruf wechseln. Das halte ich für einen guten Lösungsvorschlag.
Im Ernst: Ich halte diese ganze Flüchtlingsdebatte für einen Popanz. Sie ist vorgeschoben, um die Verantwortlichen für die Probleme hier aus der Schusslinie zu nehmen. Ich habe es in meinem ersten post schon angedeutet: Wohnungsnot, hohe Mieten, prekäre Beschäftigung, Arbeitslosigkeit etc. haben erst einmal gar nichts mit den Geflüchteten zu tun. Das gibt es hier schon seit Jahrzehnten. Unbestritten ist natürlich, dass durch Zuwanderung diese Probleme verschärft werden. Trotzdem, ganz plakativ gesagt: Schmeiß alle Asylsuchenden aus der BRD und es wird sich z.B. an den Mietpreisen in Stuttgart nichts ändern. Die Wohnungsnot bleibt. Sie kann nicht nach Afrika exportiert werden. Also sollten wir über Städtebau reden und nicht über Flüchtende.
Und so können wir stundenlang weitermachen. Von mir aus gerne, aber nicht unter der Prämisse „Flucht“. Da ist die Gefahr zu groß, dass das ganze in Rassismus abdriftet und gegen den bin ich extrem allergisch. Aber genau dieser Rassismus wird durch diese Debatte billigend in Kauf genommen und ist von manchen auch durchaus gewollt. In diese Falle sollten wir nicht treten.
In Österreich soll wieder die 60-Stunden-Woche eingeführt werden. Du kannst darauf warten, dass sich hier bald die ersten aus der Deckung wagen und eine ähnliche Regelung für Deutschland fordern. Das betrifft dich und mich doch wesentlich existentieller als die Flüchtlingsfrage. Das wird dein Leben beeinflussen und deine Rente. Nicht der Togolese.
Wir können uns auch darüber unterhalten, dass die Industrie der ersten Welt ganz massiv Nutzen aus der Ausbeutung von Rohstoffen in Afrika und aus Sklaverei-ähnlichen Arbeitsverhältnissen zieht. Das ist eine der Fluchtursachen. Und wir profitieren indirekt von diesen äußerst ungleichen Beziehungen.
Die kulturellen Unterschiede verleugne ich nicht, aber findest du es nicht auch bigott, wenn am Samstag im Stadion die homophoben Sprüche herausgehauen werden und am Sonntag über die Homophobie im Islam diskutiert wird? Und was sagt überhaupt der Papst dazu?
Es gibt also viele Themen, die Reduktion auf die Flüchtlings- und Asylfrage ist daher in meinen Augen falsch. Deshalb möchte ich darüber nicht diskutieren. Ich hoffe, das ich dir das schlüssig erklären konnte.
@kronenclub: Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.
Deinen Wunsch in allen Ehren, aber da du nicht an Leib und Leben bedroht bist (hoffe ich doch), muss ich bei dir etwas strengere Maßstäbe anlegen. Also Finger weg von dem Bus.@frankfurter: Bevor ein solches Rettungsschiff in See sticht ist jede Menge Arbeit zu erledigen. Und du kannst es mir glauben oder nicht, bei den großen Hilfsorganisationen arbeiten ganz toughe Mädels und Buben, die einen solchen Einsatz vorbereiten. Da gibt es Juristen, die sich seit Jahren auf das Seerecht spezialisiert haben, andere haben es eher mit Asylrecht oder Staatsrecht zu tun. Andere sind Experten im Bereich EU-Zuschüsse. Dann gibt es Ärzte und Psychologen und natürlich auch gestandene Seeleute und Kapitäne. Dann kommen noch ein paar Versicherungsspezialisten hinzu, Fundraiser, Journalisten. Und auch Konfliktforscher, die unter anderem verschiedene Krisenszenarien und geeignete Lösungswege dazu entwerfen. Das wollen die Versicherungen so, aber hauptsächlich geht es darum, Besatzung und Passagiere wieder sicher an Land zu bringen. Und eben jenes Szenario, also das mit dem Umkehren nach Afrika, wird auch berücksichtigt. Schließlich kann es durchaus passieren, dass eines der Rettungsschiffe selbst in Seenot gerät. Diese Konfliktforscher und Sicherheitsexperten raten dringend davon ab, einen afrikanischen Hafen anzulaufen weil sie Revolten befürchten und für wahrscheinlich halten. Lieber solle man, so lautet ihr Ratschlag, auf offener See, also internationalen Gewässern, auf Rettung warten, sofern dies möglich sei.
Entscheidend bei dieser Einschätzung ist die Lage, in der sich diese Leute befinden. Sie haben das Ziel quasi greifbar vor sich und dann sollen sie umkehren. Never. Dafür haben sie zu viel durchgemacht. Rational ist das nicht. Da bin ich mit dir einig. Aber unter Umständen sehr wirkungsvoll. Und natürlich lässt sich ein Kapitän zwingen einen bestimmten Kurs einzuschlagen, wenn du ihm drohst ein paar Helfer im Mittelmeer zu versenken. Die Entführer der Landshut waren auch keine Piloten.
Zum Rest deines postings. Es ging, wie oben bereits geschrieben, um den Artikel von Herrn Tichy und da ist eben die Aquarius das Thema und nicht ein anderes Schiff. Auch über die Titanic oder die Exxon Valdez verliert er kein Wort, obwohl es sie zweifelsfrei gegeben hat.

keinen einzigen auf den das im ansatz zugetroffen hätte, aber wie gesagt ich hwürde es akzeptieren wenn der admin aus diesem grund , ganz subjektiv, etwas zensiert .

), dann sag mir mal DEINE pragmatische Lösung, wie man den Politikthread am Leben hält, denn Nice sieht ja im alten Modell keine Zukunft, sonst hätte er es nicht gelöscht.

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