Unter Westfalen hat geschrieben:Ich hatte erwartet, dass er sich dafür einsetzt, dass nachgerüstet wird.
Und ich hatte erwartet, dass er in den vergangenen Jahren etwas mehr Druck auf die Autolobby ausgeübt hätte.
Ich weiß, dass damit nicht allzu viel verändert worden wäre.
Aber man wäre vom Wähler ernst genommen worden.
Du hast zu Recht wiederholt das Untätigsein der Politik beanstandet.
Ich halte das Untätigwerden beim Umweltschutz ebenso verwerflich, wie das in der Flüchtlingsfrage.
Hast du absolut recht UWe.
Der Ministerpräsident war ja vor ein paar Wochen beim Laber-Lanz, wo er genau das was du schreibst in flammenden Appellen gefordert hat.
Übernahme von Verantwortung durch die Automobilindustrie ... der kleine Mann darf jetzt nicht die Zeche zahlen ... diese Methoden und miesen Geschäftsethiken müssen endgültig aufhören ... bla blubb. Er gerierte sich da als der fundamentale Grüne, der er als MP so nicht sein darf und kann.
Wobei er richtigerweise immer wieder darauf verwies, dass die Betrügereien in der Autoindustrie zu einer Zeit begannen, in der er noch nicht in Amt und Würden war, sondern die CDU das Sagen hatte. Kann man jetzt halten davon was man will, aber ganz unrecht hat er damit sicher nicht. Aber dass er die Umstände erst jetzt so leidenschaftlich geisselt, nachdem sie bekannt geworden sind, spricht natürlich auch nicht für ihn ... als ach so überzeugten Umweltschützer.
Ich glaube nicht an Nachrüstlösungen, weil das für die Industrie einfach weit zu teuer kommen würde. Man wird den
wirtschaftlichen "eleganten"Weg gehen und die Fahrverbote für EURO5 Fahrzeuge mgl. weit raus zögern, mit etlichen Formen von Sondergenehmigungen und Abwrackprämien arbeiten ... und das dann dem Bürger als fairen Kompromiss verkaufen wollen.
Vom Gerechtigkeitsempfinden her ist das alles andere als toll, aber so scheint der Hase heutzutage nun mal zu laufen. Wirtschaftsprotektionismus über den Umweltgedanken - ist aber keine schwäbische Erfindung, sondern einen weltweit zu beobachtendes Phänomen.
