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Soll der Bundestag einen neuen Kanzler wählen?

Ja
6
43%
Bin da unschlüssig.
3
21%
Nein, Merz macht gute Arbeit
2
14%
Nein, des machts auch net besser
3
21%
Merz soll die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen
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Keine Ahnung, keine Angabe
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flux
Nilkheimer hat geschrieben:[...] und das ist der entscheidende Unterschied, Verbote von "links" in aller Regel einem (guten) Zweck zu dienen bestimmt sind, über den und die vorzunehmende Abwägung man dann gesellschaftlich diskutieren kann.

Und da kann man wunderbar nachlesen, woran die hiesige Debattenkultur krankt: Man verleiht seinen eigenen Standpunkten eine moralische Wertigkeit und spricht selbige anderen Ansichten kurzerhand ab. Debattiert werden darf dann lediglich innerhalb gewisser "Grundwerte" - deren exklusive Einhaltung man sich selber attestiert. Willkommen im postdemokratischen Zeitalter!

PS.: Während man auf diese Weise große Teile der Bevölkerung vom "genehmigten" Diskurs ausschließt, freuen sich AfD, Reichsbürger und Querdenker ein zweites Loch in den Arsch! :evil:
PPS.: Schöne Grüße von Donald Trump!
Zuletzt geändert von flux am 16. Juli 2021 21:38, insgesamt 1-mal geändert.


higgi
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Grasdaggl
Nilkheimer hat geschrieben:Die eigentlichen Verbotsparteien waren schon immer die Unionsparteien, indem sie tiefe, durch nichts zu rechtfertigende (Verbots-)Eingriffe in die intimsten Sphären des Menschen und der Person vornahmen und -nehmen. Spricht selten jemand drüber, und da verstehe ich nicht, weshalb vor allem die Grünen nicht mal intensiver darauf hinweisen, wenn wieder dieses dumme "Verbotspartei"-Geschwätz kommt.

"Home-Ehe", Abtreibung, "Sterbehilfe", Drogenbesitz, insb. Cannabis (Servus Humphrey), früher Frauenrechte (!) etc. pp. Im Grunde sind die Unionsparteien antiliberale Parteien par excellence, die dem Rest ihr partikulares Welt- und Menschenbild mit einer Masse von Verboten aufzwingen wollen - während, und das ist der entscheidende Unterschied, Verbote von "links" in aller Regel einem (guten) Zweck zu dienen bestimmt sind, über den und die vorzunehmende Abwägung man dann gesellschaftlich diskutieren kann.

Selten so einen Blödsinn gelesen
von daher

killroy
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Granadaseggl
tja, bei der Frage nach dem Antrieb für ein vierrädriges Individualfortbewegungsmittel ist eben nunmal null moralische wertigkeit zu erkennen. es ist am ende halt scheißegal, mit welcher energie der motor läuft.

und das man die eigene karre nicht mehr in die innenstadt kutschen darf ist eben auch sowas, was mit moral nix zu tun hat. im gegensatz z.B. zu einem selbstbestimmten sterben

bin ganz bei nilk, der wahre verbotsfuror sitzt beim christlich-konservativen denken. man schaue sich nur mal die regeln einer typischen kleingartenanlage an. mit individueller freiheit is da nicht viel

edit: da higgi es blödsinn findet, muss es umso mehr stimmen :nod:
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten


flux
Goofy hat geschrieben:Eine Verbotsliste wäre mal spannend.

Das wäre in der Tat spannend. Wobei dann zu klären wäre, was denn ein Verbot ist? Insbesondere, ob etwas verboten werden kann, was es gar nicht gibt? Anders gefragt: War die Homo-Ehe verboten oder gab es sie schlicht nicht? Und wie sieht es mit dem Recht auf Arbeit, Wohnen und Never-Ending-Happiness aus? Gibt's alles nicht? Oder sind Arbeit, Wohnen und Never-Ending-Happiness verboten? Fragen über Fragen.... 8)

killroy
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Granadaseggl
War die Homo-Ehe verboten oder gab es sie schlicht nicht?

Schlechter Witz, oder? :roll:
Dir dürfte kaum entgangen sein, wie lange und nachhaltig homosexuelle Paare dafür kämpfen mussten, dass sie sich zu zweit in dieselbe staatlicherseits anerkante Rechtslage bringen können (nichts anderes ist eine Ehe) wie heterosexuelle Paare.
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

Goofy
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Grasdaggl
Von den Seggln wollen 28% Olaf Scholz als Kanzler einer linksgrün versifften Regierungskoalition.

Immer wieder spannende Ergebnisse hier.
Immerhin erscheint klar, dass Seggl nicht gerne Harald Schmidt geschaut haben. Dort war bei der Publikumsumfrage immer die FDP stark.




32% wollen eine(n) grünen Kanzler(in).
Weitere 44% wollen die Grünen als Juniorpartner.

Obwohl, 36% wollen eine Regierungsbeteiligung der FDP.

40% sind für die Union als führende Regierungspartei. Hätt ich euch garnicht zugetraut.

Genauso viele wünschen eine Regierungsbeteiligung der Linken. 40%. Gruß an die FDP. :)


Regierungsbeteiligung der Grünen wünschen 76%, Union 44%.

Sehr viele wollen demnach die Grünen in der Regierung, die Mehrheit derer traut ihnen aber die führende Rolle nicht zu.


Vielleicht lief die Umfrage aber in ähnlicher Laune wie bei Harald Schmidt :mrgreen:


Edith: FDP und Linke haben gerade die Plätze getauscht. :mrgreen:
Zuletzt geändert von Goofy am 17. Juli 2021 09:49, insgesamt 1-mal geändert.

RedBlues
Halbdaggl
Goofy hat geschrieben:Eine Verbotsliste wäre mal spannend.
Also für welche Verbote die Grünen sich einsetzen
und welche Verbote andere Parteien wollen.


Wäre spannend, aber ich vermute mal, dass die Grünen in den letzten 12 Jahren verhältnismäßig wenig Verbote eingeführt haben, schon allein aus dem Grund der fehlenden Regierungsverantwortung außerhalb von BW. Als kleiner Koalitionspartner hat man da dazu auch nicht so viele Möglichkeiten.

Beim Thema Verbotspartei geht es ja eh mehr um ein Image , und so etwas entsteht auch durch Forderungen die von Grüner Seite immer mal wieder kommen, ob die nun Parteilinie sind oder nicht.

Und dass die Grünen jetzt weniger auf die Steuerung der Wirtschaft durch Leitplanken setzen sollte doch Konsens sein.

Noch mal das Auto als Beispiel, alles was jetzt hier beschlossen wurde, sei es CO2 Steuer oder Abgasnormen wird auch ohne weitere Gesetze dazu führen, dass der Verbrennermotor bis 2035 aus dem Neuwagenangebot der Autobauer in der EU verschwinden wird. Das Thema ist durch, das einzige was noch zu sehen ist wie schnell die Transformation fortschreiten wird. Die Autobauer haben kein Interesse daran den Verbrenner viel weiter in die Zukunft zu tragen, mit den jetzt schon existierenden EU Normen nicht und schon gar nicht mit den kommenden Normen.
Da schlägt jetzt die Marktwirtschaft voll durch. Und meine Prognose ist, dass wir schon vor 2030 fast keinen neuen Verbrenner in PKW Bereich zulassen werden.

Und nachdem Vorstoß von Aldi und der Schwarzgruppe in Bezug auf Fleisch ist auch klar, dass ich die Fleischindustrie und Viehwirtschaft massiv verändern wird, auch hier ist die Zeitenwende eingeführt. Auch hier ohne die Grünen an der Regierung.

Wenn der Handel mit CO2 Zertifikaten auf alle Erzeuger/Verbraucher eingeführt wird, werden wir auch viel früher aus der Kohle aussteigen als die Regierung geplant hat, weil dann die Stromerzeugung mit Kohle sehr bald nicht mehr Wettbewerbsfähig sein wird. Meiner Meinung


RedBlues
Halbdaggl
unabhängig von Umweltschutz kommt aus der EU generell sehr viel sinnvolles.

Die Politik hat nach meinem Verständnis die Aufgabe der Wirtschaft Leitplanken zu setzen, einen Rahmen innerhalb dessen sich Industrie / Wirtschaft / Bürger bewegen sollen. Es ist nicht die Aufgabe ( und Politik kann das auch nicht) Entscheidungen zu Technologie zu treffen.


Nur, mit der Grenzsteuer die Timmermann einführen möchte habe ich so etwas meine Probleme. Das sind im Prinzip Strafzölle und das kann mächtig in die Hose gehen, wenn USA und China nicht folgen.

Goofy
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Grasdaggl
RedBlues hat geschrieben:unabhängig von Umweltschutz kommt aus der EU generell sehr viel sinnvolles.
Auch das ist grundsätzlich richtig.

Aber ich fände es schön, wenn wir eine Regierung hätten, die beim Umweltschuz die Vorgaben der EU (gerne und mit Überzeugung) umsetzt. Und darüber hinaus eigene Dinge, die für Deutschland passen, in die Wege leitet.

Und nicht eine Regierung, die sich windet, und versucht, um die Regeln so weit möglich herumzukommen oder die Umsetzung auf die Zukunft zu verschieben.

Das, was kommt, kommt eben nicht von dieser aktuellen Regierung.

RedBlues
Halbdaggl
auch das ist grundsätzlich richtig, aber dafür benötigt es einer Vision von einem Deutschland in 10, 20, 30 Jahren. Und die geht seit Jahrzehnten JEDER Partei in Deutschland ab. Wir winden uns schon ewig nur im Klein-Klein von tagespolitischen Themen, die Vision eines Deutschland geht selten weiter wie bis zum Ende der Regierungszeit, maximal mal 10 Jahre in die Zukunft.

Nimm mal als Beispiel das Thema Rente, da hat keine einzige Partei seit Jahrzehnten etwas zu bieten, dass auch nur ansatzweise einen Zeitraum hat, der für einen 30 jährigen dieses Thema bis zu seiner Verrentung betrachtet.

Und nicht anders verhält es sich beim Umwelt- und Klimaschutz. Wobei ich hier der Meinung bin, dass das 2 Themen sind die man zum Teil getrennt voneinander betrachten muss. Hier ist die Politik gefangen zwischen den Interessen der Wirtschaft und den Interessen des Schutzes der Umwelt und des Klimas. Und meiner Meinung ist sie auch deshalb gefangen, weil es keine Vision gibt wo man in der Zukunft dieses Landes stehen möchte.

Es reicht nicht wenn man sagt, ich möchte ein CO2 neutrales Deutschland 2050 haben. Oder ich möchte die Transformation dahin so umsetzen, dass die Wirtschaft überlebt. Das ist viel zu dünn um einen Plan zu entwickeln der länger hält das die 4 Jahre bis zur nächsten Wahl.

Die Union ist chronisch darin "Probleme" immer erst dann anzugehen, wenn sie an die Türe klopfen. Deshalb würde ich gerne auf deren Regierungsbeteiligung nach der Wahl verzichten, aber mein Problem ist dass ich den Grünen die Transformation und Entwicklung einer Vision genauso wenig zutraue und der SPD die Kompetenz in ökonomischen Fragen komplett abspreche. Die SPD überzeugt ja noch nicht mal mehr ihr traditionelles Wählerklientel, noch vertritt sie deren Interessen, noch weiß sie welche das überhaupt sind.


Kurzer Exkurs zu den Grünen, aus ihrem Wahlprogramm:

Die extrem klimaschädlichen Emissionen, die bei Erdgasförderung und -transport entstehen, wollen wir schnellstmöglich reduzieren. Neue Hafenterminals zur Anlandung von Flüssigerdgas sollen nicht mehr genehmigt werden. Neue Erdgas-Pipelines wie Nord Stream 2, die nicht auf grünen Wasserstoff ausgerichtet sind, zementieren auf Jahrzehnte Abhängigkeiten von klimaschädlichen Ressourcen, konterkarieren die Energiewende und sollten gestoppt werden.


Ich verstehe die Grünen nicht, wenn sie von ihrer Energiepolitischen Wende überzeugt sind, was sie im Wahlprogramm als Eindruck vermitteln, dann ist die Schlussfolgerung dass eine Pipeline wie Nord Stream 2 die Abhängigkeit von klimaschädlichen Ressourcen zementiert irgendwie Humbug.

Vermittelt mir eher den Eindruck, dass die Grünen daran glauben, dass ihr Energiekonzept auf Jahrzehnte teurer sein wird als Gas aus Russland. Und das obwohl mit Co2 Steuer, bzw Co2 Zertifikaten der Preis von Gas sich zunehmend verteuern wird.

Ich würde dagegenhalten, dass wenn das Grüne Energiekonzept funktioniert, die beteiligten Unternehmen an Nord Stream 2, nicht die Renditen erzielen werden mit der Pipeline die sie erwartet haben, weil ihr Gas im Preiswettbewerb mit regenerativen Energien immer schlechter abschneiden wird.

Das ist eine Pipeline, wenn Deutschland wenig Gas benötigt, wird durch die Pipeline weniger Gas fliesen. Wenn Deutschland weniger Gas benötigt, wird Deutschland aus Russland weniger Gas kaufen.

Daran scheinen die Grünen nicht zu glauben, finde ich erstaunlich.








de mappes
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Spamferkel
Wundermann hat geschrieben:Motorradfahrverbote wegen Lärm, immerhin eines.


Oh das wäre klasse
Zumindest gekoppelt an eine gewisse Dezibel Zahl und Tages Zeit oder eben sonntags
Wer sehr viel Geld investiert, um eine Maschine zu fahren, die Mann im Umkreis von 50km hört, der muss halt auch ab und an stehen lassen
Don't criticize what you can't understand

RedBlues
Halbdaggl
de mappes hat geschrieben:
Wundermann hat geschrieben:Motorradfahrverbote wegen Lärm, immerhin eines.


Oh das wäre klasse
Zumindest gekoppelt an eine gewisse Dezibel Zahl und Tages Zeit oder eben sonntags
Wer sehr viel Geld investiert, um eine Maschine zu fahren, die Mann im Umkreis von 50km hört, der muss halt auch ab und an stehen lassen


Oh ja, da würde ich auch sofort mein Kreuzchen machen.

Ich würde aber auch das fahren von Fahrrädern auf Wegen verbieten die nicht explizit Straße oder Radweg sind. (ausgenommen Kinder)

Radfahrer werden für Fußgänger immer mehr zur Gefahr


Auswurf
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Grasdaggl
redblues
was sind das denn für wege?
Das problem bei fußgängern ist, dass sie sich nicht als verkehrsteilnehmer begreifen und sich völlig unkalkulierbar verhalten.
Merkwürdiger weise halten sie an zebrastreifen an um zu schauen, halten dies aber ansonsten für überflüssig,
wenn sie die straße überqueren.
Alles am verkehr teilnehmenden gruppen sind gleich scheisse.
Entweder der mensch ändert sich (lol),
oder ich bin auch für weitestgehend räumliche trennung
das ist doch keine Musik