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Granadaseggl
Ein hörenswertes / lesenswertes Interview 26.07.2020

Philosoph Omri Boehm über einen Staat für Juden & Palästinenser - Jung & Naiv

Wir ....treffen den deutsch-israelischen Philosophen Omri Boehm, dessen Buch "Israel - Eine Utopie" gerade erschienen ist. Omri wurde 1979 in Haifa geboren, hat in Heidelberg sowie München studiert und arbeitet als Philosophieprofessor in New York.

Mit Omri geht's zunächst um seinen Werdegang: Wie ist er als Jude in Israel aufgewachsen? Was hat ihn an Philosophie gereizt? Warum war er beim Geheimdienst statt beim Militär? Was hat er in der Zeit erlebt? Hat er Dinge getan für die er sich heute schämt? Wann war er zum ersten Mal in den besetzten palästinensischen Gebieten? Was hat er als Jugendlicher von der Besatzung mitbekommen?

Wir sprechen über Zionismus: Was bedeutet Zionismus für Omri? Sollten Deutsche Zionisten sein? Kann er nachvollziehen, warum sich Palästinenser als Antizionisten sehen? Welche Rolle spielt die seit 1967 andauernde Besatzung im heutigen Zionismus? Warum hat man in Deutschland von der Nakba noch nie gehört?

Wieso tritt Omri ein für jüdische Selbstbestimmung statt für einen jüdischen Staat? Warum beißt sich ein jüdischer Staat mit einem demokratischen? Ist Israel eine Demokratie? Wir sprechen über Apartheid, jüdische Siedler und die Realität in den besetzten Gebieten.

Es geht um Israels Ministerpräsidenten Benjamin "Bibi" Netanjahu: Wieso fällt es uns so schwer von einem Rechtsradikalen zu sprechen? Weshalb ist die größte Regierungspartei rechtsradikal? Ist der Likud vergleichbar mit der AfD in Deutschland? Wieso ist der aktuelle Ausnahmezustand aufgrund von Corona gefährlich?

Zum Schluss geht's um Omris Einstaatenlösung: Warum ist die präferierte Zweistaatenlösung eine Illusion? Warum wird dennoch daran festgehalten? Was hat das mit dem Klimawandel zu tun? Wie kann ein bi-nationaler Staat für Juden und Palästinenser aussehen und funktionieren? Wieso nimmt Omri hier Haifa statt Tel Aviv als Vorbild? Wie könnte der gemeinsame Staat heißen? Und wieso sollten Deutsche sich mit dem Nahostkonflikt auseinandersetzen?




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Ein Satz gestern aus Tel Aviv von einer israelischen Christin:

"Ich habe mit Religion nichts am Hut, mir ist das alles egal. Das Einzige, das zählt, ist, dass wir hier gut miteinander leben."

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Dangerous harvest: Soldiers arrest five children, 9 to 13, and detain them for hours



25 March 2021

On Wednesday morning, March 10, 2021, at around 8:00 A.M., a group of children from the village of Um Lasafa, which lies east of the town of Yatta, went out to pick wild greens in the fields east of the village. The children – brothers Zeid (11) and ‘Omar (12) Hmeidat, their cousins Jaber (13) and Saqer (9) Abu Hameid, and another cousin, Yasin Hmeidat (9), were planning to sell the herbs in their village for about nine NIS (~ 2.7 USD) per kilogram.

Around noon, when the children were in a wooded area near the settlement outpost of Havat Ma’on, two masked settlers came towards them. The children backed away but a few minutes later, they noticed a pick-up truck and an ATV following them. They began running, but then military vehicles joined the chase. The children fled towards the community of Khirbet a-Rakeez and hid near one of the homes there.

Israel’s regime of apartheid and occupation is inextricably bound up in human rights violations. B’Tselem strives to end this regime, as that is the only way forward to a future in which human rights, democracy, liberty and equality are ensured to all people, both Palestinian and Israeli, living between the Jordan River and the Mediterranean Sea.


https://www.btselem.org/video/20210325_ ... hills#full

https://www.btselem.org/

B’Tselem – The Israeli Information Center for Human Rights in the Occupied Territories strives to end Israel’s occupation, recognizing that this is the only way to achieve a future that ensures human rights, democracy, liberty and equality to all people, Palestinian and Israeli alike, living on the bit of land between the Jordan River and the Mediterranean Sea. Various political routes can bring about this future, and while it is not B’Tselem’s role to choose among them, one thing is certain: continued occupation is not an option.

B’Tselem (literally: in the image of), the name chosen for the organization by the late Member of Knesset Yossi Sarid is an allusion to Genesis 1:27: “And God created humankind in His image. In the image of God did He create them.” The name expresses the Jewish and universal moral edict to respect and uphold the human rights of all people.....


B’Tselem is an independent, non-partisan organization. It is funded solely by donations, both grants from European and North American foundations that support human rights activity worldwide and generous contributions by private individuals in Israel and abroad.[/quote
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23.9.2020

Osloer Abkommen als Meilensteine im Nahost-Friedensprozess

Vor 25 Jahren wurde im ägyptischen Taba und in Washington D.C. das zweite Osloer Abkommen unterzeichnet. Mit ihm sollte der 1993 begonnene "Osloer Friedensprozess" fortgesetzt werden, der im Nahen Osten ein friedliches Nebeneinander Israels und Palästinas ermöglichen sollte.

Das Grundsatzabkommen "Prinzipienerklärung über die vorübergehende Selbstverwaltung" vom September 1993, das später auch "Oslo I" genannt wurde, basierte im Wesentlichen auf einem Kompromiss nach dem Prinzip "Land für Frieden": Beide Parteien einigen sich auf eine friedliche Koexistenz und gegenseitige Anerkennung, einschließlich des Existenzrechts Israels. Ziel des Abkommens war, dass sich die Palästinenser, zunächst in einer Interimsphase, im Gazastreifen und im Westjordanland selbst verwalten und Israel sich zurückzieht.

Mit dem im September 1995 unterzeichneten "Interimsabkommen über das Westjordanland und den Gazastreifen" wurden die Vereinbarungen der Prinzipienerklärung konkretisiert. Das auch als Oslo II bezeichnete Abkommen regelte beispielsweise den gestaffelten Rückzug der israelischen Streitkräfte aus den palästinensischen Bevölkerungszentren und die Einteilung der Gebiete des Westjordanlands in drei Zonen. Ziel war die schrittweise Vorbereitung einer "Zwei-Staaten-Lösung", an dessen Ende ein souveräner palästinensischer Staat stehen sollte

Viele Beobachterinnen und Beobachter verbanden mit dem aus "Oslo" resultierenden Friedensprozess die Hoffnung auf eine dauerhafte Lösung des Nahostkonflikts zwischen Israelis und Palästinensern. Arafat, Rabin und Shimon Peres wurden 1994 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Es gab allerdings auch Gegner der Friedensverhandlungen, sowohl in Israel als auch in den Palästinensergebieten. Auf israelischer Seite protestierten national-religiöse Siedler und rechte Politiker. Sie konnten sich nicht vorstellen, Palästinensern einen eigenen Staat zuzusprechen.

Auf palästinensischer Seite waren es oft religiös motivierte Bewegungen, die einen israelischen Staat nicht anerkennen wollten. Immer wieder brachten radikale Gruppen auf beiden Seiten ihren Protest in Form von brutalen Angriffen zum Ausdruck.


Benannt wurden die Oslo-Verträge nach der norwegischen Hauptstadt, da sich die Vertreter Israels und der Palästinenserorganisation PLO dort erstmals im Vorfeld der Vertragsunterzeichnung zu geheimen Sondierungsgesprächen unter norwegischer Vermittlung getroffen hatten.

Viele Beobachterinnen und Beobachter verbanden mit dem aus "Oslo" resultierenden Friedensprozess die Hoffnung auf eine dauerhafte Lösung des Nahostkonflikts zwischen Israelis und Palästinensern. Arafat, Rabin und Shimon Peres wurden 1994 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Es gab allerdings auch Gegner der Friedensverhandlungen, sowohl in Israel als auch in den Palästinensergebieten. Auf israelischer Seite protestierten national-religiöse Siedler und rechte Politiker. Sie konnten sich nicht vorstellen, Palästinensern einen eigenen Staat zuzusprechen. Auf palästinensischer Seite waren es oft religiös motivierte Bewegungen, die einen israelischen Staat nicht anerkennen wollten. Immer wieder brachten radikale Gruppen auf beiden Seiten ihren Protest in Form von brutalen Angriffen zum Ausdruck.

I could write several novels about what I do not know.


Cantona
Mal was Konstruktives:

Was plant die moegliche zukuenftige Kanzlerin Baerbock, um die Wettbewerbsfaehigkeit der zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland zu staerken?

Themen waeren zum Beispiel Steuern, Buerokratie, Wirtschaftsfoerderung.

Frank N Furter
Cantona hat geschrieben:Mal was Konstruktives:

Was plant die moegliche zukuenftige Kanzlerin Baerbock, um die Wettbewerbsfaehigkeit der zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland zu staerken?

Themen waeren zum Beispiel Steuern, Buerokratie, Wirtschaftsfoerderung.


Ha, des machdsedoch, Kerle, wawillschn?

Mehr Steuern, höhere Bürokratie und bessere "Wirtschaftsförderung". Also "Wirtschaftsförderung* - öhöhöhö - woisch scho gell, wie die CDU halt: a bissle was für den eigenen Filz macha - öhöhöhö...

A bissle was für dr Filz und an die Bedienung hier drin: ich hätt`gern noch a Pils, gell - öhhöhö....



Wundermann
Granadaseggl
Cantona hat geschrieben:https://www.linkedin.com/posts/wolfgang-bosbach-3881091a8_gut-dass-nicht-auch-noch-der-begriff-kernkapitalquote-ugcPost-6799994215720869888-7lCN

Beeindruckend.

Folgst du diesem geschniegelten Schleimer wirklich?

higgi
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Grasdaggl
factotum hat geschrieben:Aus dieser ewigen Gewaltspirale gibt es nur einen Ausweg, und der sieht so aus, dass die jüdischen und die muslimischen Isrealis tatsächlich (im Sinne von wirklich und wahrhaftig) gleichberechtigte Bürger werden. Inklusive Gaza und West Bank.
Dabei sind die jüdischen Isrealis stärker in der Bringschuld, weil aktuell fast alle Macht bei ihnen liegt.

Das Zeitfenster für eine Zweistaatenlösung ist schon lange zu.

Den Nahostkonflikt mit 4 Sätzen gelöst
:banane:
Man reiche umgehend den Nobelpreis für Frieden und Prosperität
von daher

Cantona
Wundermann hat geschrieben:
Cantona hat geschrieben:https://www.linkedin.com/posts/wolfgang-bosbach-3881091a8_gut-dass-nicht-auch-noch-der-begriff-kernkapitalquote-ugcPost-6799994215720869888-7lCN

Beeindruckend.

Folgst du diesem geschniegelten Schleimer wirklich?


Nein, bin durch ein like eines Kollegen draufgestossen, ist aber auch nicht wichtig.

Cantona
higgi hat geschrieben:
factotum hat geschrieben:Aus dieser ewigen Gewaltspirale gibt es nur einen Ausweg, und der sieht so aus, dass die jüdischen und die muslimischen Isrealis tatsächlich (im Sinne von wirklich und wahrhaftig) gleichberechtigte Bürger werden. Inklusive Gaza und West Bank.
Dabei sind die jüdischen Isrealis stärker in der Bringschuld, weil aktuell fast alle Macht bei ihnen liegt.

Das Zeitfenster für eine Zweistaatenlösung ist schon lange zu.

Den Nahostkonflikt mit 4 Sätzen gelöst
:banane:
Man reiche umgehend den Nobelpreis für Frieden und Prosperität


Jau, ist alles ganz easy.

:vfb:

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Cantona hat geschrieben:
Wundermann hat geschrieben:
Cantona hat geschrieben:https://www.linkedin.com/posts/wolfgang-bosbach-3881091a8_gut-dass-nicht-auch-noch-der-begriff-kernkapitalquote-ugcPost-6799994215720869888-7lCN

Beeindruckend.

Folgst du diesem geschniegelten Schleimer wirklich?


Nein, bin durch ein like eines Kollegen draufgestossen, ist aber auch nicht wichtig.


Ok,
Ihr seid also zu zweit?
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Cantona
Annalena als Kanzlerin, Robert als Finanzminister... schon ne geile Vorstellung...

https://www.zeit.de/politik/2021-05/flu ... in-laschet

Armin Laschet kritisiert Kurzstreckenverbot als "typisch grüne Idee"

Der CDU-Chef stellt sich gegen den Vorstoß von SPD und Grünen-Chefin Annalena Baerbock. Deren Vorschläge seien populistisch und "ohne jede klimapolitische Wirkung".


Recht hat er, der Armin.

:prost: :banane: :vfb:

Cantona
By the way, was mir gerade durch den Kopf geht:
wie steht Annalena eigentlich zum Israel-Palestina Konflikt? Und generell zur Lage im Nahen Osten? Zum Umgang mit der Tuerkei?


Rufus
Granadaseggl
Bei Lanz ist heute Söder zugeschaltet:

1) Söder und die Plakate
- Lanz "Stimmt es, dass Sie großen Wert darauf legen, dass bei den Plakaten in Bayern nicht nur der Kopf von Armin drauf ist sondern auch ihrer"
- Söder "Stimmt nicht. Wir plakatieren natürlich den Spitzenkandidaten. Aber manche in Bayern wollen eben, dass der bayrische Spitzenkandidat mit aufs Bild soll...bei den kleinen Plakaten....Ich wollte das nicht...wie gesagt bei den großen Plakaten nicht"
:mrgreen:

2) Wird Söder vielleicht doch Kanzlerkandidat?
- Lanz "Falls Sachsen-Anhalt doch verloren geht: Schließen Sie aus, dass die CDU doch noch mal den Kanzlerkandidaten wechselt und möglicherweise auf Sie zukommt?"
- Söder "Das halte ich für völlig absurd. Das kann ich mir nicht vorstellen"
- Lanz "Schließen Sie aus?"
3 Sekunden Pause
- Söder "Ja sicher"
- Lanz "Stünden Sie bereit notfalls, wenn es richtig schlimm wird"
- Söder "So eine absurde Frage, kommt nie, passiert nie. Nach einer solchen Debatte muss man alles tun, den Kandidaten zu unterstützen. Man darf Armin Laschet auch nicht unterschätzen. Großes Stehvermögen, Er ist nach einem langen Wahlkampf Vorsitzender der CDU geworden..Nach der Wahl bin ich vielleicht dabei, als CSU-Vorsitzender"
- Lanz "D.h. sie sehen ihren Platz nach der Wahl doch nicht in Bayern sondern in Berlin?"
- Söder "Klar bin ich Ministerpräsident aber ich sitze als CSU-Vorsitzender im Koalitionsausschuss"
:mrgreen:
Ein Mini-Hintertürchen lässt er sich doch offen, KK zu werden



higgi
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Grasdaggl
Der Lanz ist ja nicht schlecht, aber seine Ticks werden immer schlimmer.
Wie er immer versucht sein Jackett zu richten, ohne es tatsächlich zu tun, ich krieg da Aggressionen
von daher


Monitor
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Granadaseggl
factotum hat geschrieben:Aus dieser ewigen Gewaltspirale gibt es nur einen Ausweg, und der sieht so aus, dass die jüdischen und die muslimischen Isrealis tatsächlich (im Sinne von wirklich und wahrhaftig) gleichberechtigte Bürger werden. Inklusive Gaza und West Bank.
Dabei sind die jüdischen Isrealis stärker in der Bringschuld, weil aktuell fast alle Macht bei ihnen liegt.

Das Zeitfenster für eine Zweistaatenlösung ist schon lange zu.


2018 :nod:

Bis zuletzt kämpfte Uri Avner für eine Zweistaatenlösung im Nahostkonflikt.


Uri Avnery war Israels unermüdlicher Friedensaktivist, der bis zuletzt an eine Lösung des Konflikts glaubte. „Ich bin Optimist, ich glaube, dass aus der Dunkelheit der Verzweiflung schon Dämmerung wird“, sagte er.....


.....Nach seinem Krankenhausaufenthalt begann er, sich für die Zweistaatenlösung einzusetzen – ein Ziel, das er bis zu seinem Tod verfolgte. Immer wieder wies er ganz pragmatisch auf die Möglichkeiten für Israels Zukunft hin: Entweder zwei Staaten – Israel und Palästina – oder ein Staat mit einer arabischen Mehrheit, der dann entweder nicht mehr jüdisch sein wird oder nicht mehr demokratisch, wenn die Palästinenser darin nicht dieselben Rechte erhalten. Für Avnery gab es nur eine Option: die Gründung Palästinas neben dem Staat Israel, mit Jerusalem als Hauptstadt beider Staaten....


...1993 gründete er mit anderen Friedenskämpfern, unter anderem mit seiner Frau Rachel, „Gush Shalom“, übersetzt „Friedensblock“, eine Organisation, die sich gegen die Besatzung, den Siedlungsbau und den Abriss arabischer Häuser einsetzte, politische Kampagnen anzettelte und bis heute in der linksliberalen Tageszeitung Haaretz wöchentlich eine Anzeige schaltet, in der zu aktuellen politischen Themen Stellung bezogen wird. Mit Gush Shalom setzte sich Avnery gegen den Bau des Sperrwalls zwischen Israel und dem Westjordanland ein und zettelte den Protest gegen den Zweiten Libanonkrieg an. Zusammen mit Gush Shalom erhielt er den Aachener Friedenspreis und 2011 mit Gush Shalom und seiner Frau den Alternativen Nobelpreis....


Bild

...Und bis zuletzt schrieb eine wöchentliche Kolumne, die in mehrere Sprachen übersetzt wurde. „Einmal sagte er mir halb im Spaß, halb im Ernst: ‚Wenn du meine wöchentliche Kolumne nicht mehr bekommst, weiß du, dass ich tot bin‘“, schrieb Anat Saragusti, eine Vertraute....


https://www.tagesspiegel.de/kultur/zum- ... 31632.html

~

Avnery setzte sich für die Trennung von Staat und Religion und gegen den orthodoxen Einfluss auf das religiöse und politische Leben in Israel ein. :nod: Er propagierte ein „Israel ohne Zionismus“, um den Staat von den seiner Meinung nach falschen Voraussetzungen der Vergangenheit zu befreien, die sich aus seiner Sicht erschwerend auf den Friedensprozess auswirkten.

Am 13. September 2003 begab er sich als „Menschlicher Schutzschild“ zum belagerten palästinensischen Präsidentensitz in Ramallah. Mit ihm wollten 30 Friedensaktivisten, zu denen auch die Knesset-Mitglieder Issam Makhoul und Ahmad Tibi sowie der Meretz-Aktivist Latif Dori und der Historiker Teddy Katz gehörten, nach eigener Aussage die „Absichten von Premierminister Scharon durchkreuzen“. Sie schlossen nicht aus, dass die israelische Regierung Arafat töten wolle, und wollten dies verhindern. wiki


btw.

2002 habe ich Felicia Langer - deutsch-israelische Rechtsanwältin, Menschenrechtsaktivistin, Autorin und Trägerin des Right Livelihood Awards („Alternativer Nobelpreis“) - getroffen, ihr Mann Mieciu Langer war auch dabei. Sie verstarb am 22. Juni 2018 in Eningen unter Achalm.

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Es war ihr Leitmotiv: „Bis zum letzten Atemzug“, versprach Felicia Langer vor 50 Jahren in den Trümmern eines zerstörten palästinensischen Dorfs, werde sie für die Rechte der dort Vertriebenen kämpfen.

Für sie gilt, was man nur von wenigen Menschen ohne falsches Pathos behaupten kann: Sie war eine unbeugsame, eine leidenschaftliche Kämpferin für die Sache, der sie sich verschrieben hatte. Sie war, wie es ein Buchtitel ausdrückt, „die Frau, die niemals schweigt“.

In Krakau fand Felicia nach dem Krieg ihre große Liebe. Mieciu Langer, ein polnischer Jude, hatte mehrere Konzentrationslager überlebt und alle Angehörigen im Holocaust verloren. Aber nicht die Kraft, nach vorne zu schauen. Das junge Paar emigrierte 1950 in den jungen Staat Israel. Der Start dort war nicht leicht. Doch schließlich, inzwischen Mutter eines Sohnes, konnte Felicia Langer ihren Traum vom Jura-Studium verwirklichen.

Ihre große Herausforderung als Anwältin kam nach dem Sechstagekrieg von 1967. In den von Israel besetzten Gebieten wurden Palästinenser von Militärgerichten abgeurteilt. Felicia Langer wurde die erste Anwältin, die sie verteidigte. Einen Namen machte sie sich im Fall des Bürgermeisters von Nablus, dessen Freispruch sie erzielte. Sie prangerte aber auch die Haftbedingungen, willkürliche Enteignungen und Vertreibungen von Palästinensern öffentlich an. Sie nahm die UN-Charta der Menschenrechte beim Wort. Um ihre Mandanten kümmerte sie sich mit großer Empathie, sie ging in ihre Häuser, in die Gefängnisse. Vor Gericht trug sie die Verluste, Ängste, Schikanen vor, die ihre Mandanten und deren Familien zu erleiden hatten. Viele dankten es ihr mit lebenslanger Freundschaft.

In Israel jedoch wurde Felicia Langer zunehmend kritisiert, geschmäht und sogar bedroht. Als sie für die Palästinenser in den Gerichten nichts mehr erreichte, schloss sie 1990 ihr Anwaltsbüro in Jerusalem und emigrierte ein drittes Mal, nach Tübingen. Hier lebte ihr Sohn Michael Langer, der als Schauspieler damals beim LTT engagiert war. Später gründete er das Ensemble „Jontef“, das an die jiddische Poesie und die Musik der europäischen Juden anknüpft.

Unerschrockene Kritikerin

Hellsichtig bezweifelte Felicia Langer von Anfang an die Wirksamkeit der Oslo-Abkommen von 1993 und 1995 über einen Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern. Nicht, weil sie sich als Kassandra gefiel, sondern weil sie realistisch bewertete, dass zu viele entscheidende Fragen ausgeklammert worden waren. In einem von israelischen Siedlungen zerstückelten Gebiet wie dem Westjordanland könne niemals ein lebensfähiger Palästinenserstaat entstehen.

Als unerschrockene Kritikerin der israelischen Besatzungs- und Siedlungs-Politik (das Existenzrecht Israels in den Grenzen von 1967 stellte sie niemals infrage), machte sie sich in Deutschland zumal unter jüdischen Repräsentanten nicht nur Freunde. Einen Höhepunkt erreichten die Anfeindungen anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 2009. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer sprang ihr damals öffentlich bei.


https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Am- ... 77135.html

Bild

Buch

Bis zum letzten Atemzug (2017)

Felicia Langer hat auch noch in hohen Alter in ihrem Engagement für die Sache der Palästinenser nicht nachgelassen und sich bei unzähligen Gelegenheiten und politischen Vorkommnissen mit ihrer typischen sachlich-kämpferischen Art pointiert eingemischt. Sie hat immer vor "Fürstenthronen" wenig Respekt gezeigt, wie ihrer Kritik an Präsident Obama, Präsident Trump oder Israels ehemaligem Präsident Shimon Peres zeigt. Obgleich die zahlreichen Artikeln tagesaktuellen Anlässen gewidmet sind, durchzieht sie jedoch ein "Roter Faden" , und zwar das Schicksal der Palästinenser. (Ludwig Watzal)


Lasst uns wie Menschen leben!: Schein und Wirklichkeit in Palästina (2002)

"Laßt uns wie Menschen leben, nicht wie Tiere - das ist die Lösung!" meint ein Palästinser. An konkreten Beispielen beschreibt die israelische Anwältin und Alternative Nobelpreisträgerin Felicia Langer, warum es keinen Frieden für Israel und Palästina geben kann, solange die israelische Regierung ihre bisherige Politik fortsetzt. Sie prangert jedoch auch palästinensische Menschenrechtsverletzungen an.
I could write several novels about what I do not know.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Danke Monitor für diesen Beitrag.

Israel hat alle Kriege gewonnen, die gegen den Staat angezettelt worden sind.
Aber weder die arabischen Führer, noch die israelischen, konnten einen dauerhaften Frieden schaffen.
Die Siedlungspolitik in den besetzten Gebieten symbolisiert, dass man sie schon gedanklich dem eigenen Staat zugeschlagen hat.
Das Erstarken der Orthodoxen auf beiden Seiten ist der zunehmenden Religionisierung geschuldet. Jerusalem als alleinige Hauptstadt Israels auszurufen, hat eine Friedenslösung, bei der sich auch die Palästinenser gleichberechtigt fühlen könnten, unmöglich gemacht.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai


killroy
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Granadaseggl
higgi hat geschrieben:Es gibt nur eine Lösung
Die Palästinenser müssen weg

Amen
*ach ne, Mist, des sagen die Muslims ja auch

also

und den Menschen ein Wooohlgefallen
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten