Ein hörenswertes / lesenswertes Interview 26.07.2020
Philosoph Omri Boehm über einen Staat für Juden & Palästinenser - Jung & Naiv
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Ein Satz gestern aus Tel Aviv von einer israelischen Christin:
"Ich habe mit Religion nichts am Hut, mir ist das alles egal. Das Einzige, das zählt, ist, dass wir hier gut miteinander leben."
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Dangerous harvest: Soldiers arrest five children, 9 to 13, and detain them for hours
25 March 2021
https://www.btselem.org/video/20210325_ ... hills#full
https://www.btselem.org/
Philosoph Omri Boehm über einen Staat für Juden & Palästinenser - Jung & Naiv
Wir ....treffen den deutsch-israelischen Philosophen Omri Boehm, dessen Buch "Israel - Eine Utopie" gerade erschienen ist. Omri wurde 1979 in Haifa geboren, hat in Heidelberg sowie München studiert und arbeitet als Philosophieprofessor in New York.
Mit Omri geht's zunächst um seinen Werdegang: Wie ist er als Jude in Israel aufgewachsen? Was hat ihn an Philosophie gereizt? Warum war er beim Geheimdienst statt beim Militär? Was hat er in der Zeit erlebt? Hat er Dinge getan für die er sich heute schämt? Wann war er zum ersten Mal in den besetzten palästinensischen Gebieten? Was hat er als Jugendlicher von der Besatzung mitbekommen?
Wir sprechen über Zionismus: Was bedeutet Zionismus für Omri? Sollten Deutsche Zionisten sein? Kann er nachvollziehen, warum sich Palästinenser als Antizionisten sehen? Welche Rolle spielt die seit 1967 andauernde Besatzung im heutigen Zionismus? Warum hat man in Deutschland von der Nakba noch nie gehört?
Wieso tritt Omri ein für jüdische Selbstbestimmung statt für einen jüdischen Staat? Warum beißt sich ein jüdischer Staat mit einem demokratischen? Ist Israel eine Demokratie? Wir sprechen über Apartheid, jüdische Siedler und die Realität in den besetzten Gebieten.
Es geht um Israels Ministerpräsidenten Benjamin "Bibi" Netanjahu: Wieso fällt es uns so schwer von einem Rechtsradikalen zu sprechen? Weshalb ist die größte Regierungspartei rechtsradikal? Ist der Likud vergleichbar mit der AfD in Deutschland? Wieso ist der aktuelle Ausnahmezustand aufgrund von Corona gefährlich?
Zum Schluss geht's um Omris Einstaatenlösung: Warum ist die präferierte Zweistaatenlösung eine Illusion? Warum wird dennoch daran festgehalten? Was hat das mit dem Klimawandel zu tun? Wie kann ein bi-nationaler Staat für Juden und Palästinenser aussehen und funktionieren? Wieso nimmt Omri hier Haifa statt Tel Aviv als Vorbild? Wie könnte der gemeinsame Staat heißen? Und wieso sollten Deutsche sich mit dem Nahostkonflikt auseinandersetzen?
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Ein Satz gestern aus Tel Aviv von einer israelischen Christin:
"Ich habe mit Religion nichts am Hut, mir ist das alles egal. Das Einzige, das zählt, ist, dass wir hier gut miteinander leben."
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Dangerous harvest: Soldiers arrest five children, 9 to 13, and detain them for hours
25 March 2021
On Wednesday morning, March 10, 2021, at around 8:00 A.M., a group of children from the village of Um Lasafa, which lies east of the town of Yatta, went out to pick wild greens in the fields east of the village. The children – brothers Zeid (11) and ‘Omar (12) Hmeidat, their cousins Jaber (13) and Saqer (9) Abu Hameid, and another cousin, Yasin Hmeidat (9), were planning to sell the herbs in their village for about nine NIS (~ 2.7 USD) per kilogram.
Around noon, when the children were in a wooded area near the settlement outpost of Havat Ma’on, two masked settlers came towards them. The children backed away but a few minutes later, they noticed a pick-up truck and an ATV following them. They began running, but then military vehicles joined the chase. The children fled towards the community of Khirbet a-Rakeez and hid near one of the homes there.
Israel’s regime of apartheid and occupation is inextricably bound up in human rights violations. B’Tselem strives to end this regime, as that is the only way forward to a future in which human rights, democracy, liberty and equality are ensured to all people, both Palestinian and Israeli, living between the Jordan River and the Mediterranean Sea.
https://www.btselem.org/video/20210325_ ... hills#full
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B’Tselem – The Israeli Information Center for Human Rights in the Occupied Territories strives to end Israel’s occupation, recognizing that this is the only way to achieve a future that ensures human rights, democracy, liberty and equality to all people, Palestinian and Israeli alike, living on the bit of land between the Jordan River and the Mediterranean Sea. Various political routes can bring about this future, and while it is not B’Tselem’s role to choose among them, one thing is certain: continued occupation is not an option.
B’Tselem (literally: in the image of), the name chosen for the organization by the late Member of Knesset Yossi Sarid is an allusion to Genesis 1:27: “And God created humankind in His image. In the image of God did He create them.” The name expresses the Jewish and universal moral edict to respect and uphold the human rights of all people.....
B’Tselem is an independent, non-partisan organization. It is funded solely by donations, both grants from European and North American foundations that support human rights activity worldwide and generous contributions by private individuals in Israel and abroad.[/quote
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23.9.2020
Osloer Abkommen als Meilensteine im Nahost-Friedensprozess
Vor 25 Jahren wurde im ägyptischen Taba und in Washington D.C. das zweite Osloer Abkommen unterzeichnet. Mit ihm sollte der 1993 begonnene "Osloer Friedensprozess" fortgesetzt werden, der im Nahen Osten ein friedliches Nebeneinander Israels und Palästinas ermöglichen sollte.Das Grundsatzabkommen "Prinzipienerklärung über die vorübergehende Selbstverwaltung" vom September 1993, das später auch "Oslo I" genannt wurde, basierte im Wesentlichen auf einem Kompromiss nach dem Prinzip "Land für Frieden": Beide Parteien einigen sich auf eine friedliche Koexistenz und gegenseitige Anerkennung, einschließlich des Existenzrechts Israels. Ziel des Abkommens war, dass sich die Palästinenser, zunächst in einer Interimsphase, im Gazastreifen und im Westjordanland selbst verwalten und Israel sich zurückzieht.
Mit dem im September 1995 unterzeichneten "Interimsabkommen über das Westjordanland und den Gazastreifen" wurden die Vereinbarungen der Prinzipienerklärung konkretisiert. Das auch als Oslo II bezeichnete Abkommen regelte beispielsweise den gestaffelten Rückzug der israelischen Streitkräfte aus den palästinensischen Bevölkerungszentren und die Einteilung der Gebiete des Westjordanlands in drei Zonen. Ziel war die schrittweise Vorbereitung einer "Zwei-Staaten-Lösung", an dessen Ende ein souveräner palästinensischer Staat stehen sollte
Viele Beobachterinnen und Beobachter verbanden mit dem aus "Oslo" resultierenden Friedensprozess die Hoffnung auf eine dauerhafte Lösung des Nahostkonflikts zwischen Israelis und Palästinensern. Arafat, Rabin und Shimon Peres wurden 1994 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Es gab allerdings auch Gegner der Friedensverhandlungen, sowohl in Israel als auch in den Palästinensergebieten. Auf israelischer Seite protestierten national-religiöse Siedler und rechte Politiker. Sie konnten sich nicht vorstellen, Palästinensern einen eigenen Staat zuzusprechen.
Auf palästinensischer Seite waren es oft religiös motivierte Bewegungen, die einen israelischen Staat nicht anerkennen wollten. Immer wieder brachten radikale Gruppen auf beiden Seiten ihren Protest in Form von brutalen Angriffen zum Ausdruck.
Benannt wurden die Oslo-Verträge nach der norwegischen Hauptstadt, da sich die Vertreter Israels und der Palästinenserorganisation PLO dort erstmals im Vorfeld der Vertragsunterzeichnung zu geheimen Sondierungsgesprächen unter norwegischer Vermittlung getroffen hatten.
Viele Beobachterinnen und Beobachter verbanden mit dem aus "Oslo" resultierenden Friedensprozess die Hoffnung auf eine dauerhafte Lösung des Nahostkonflikts zwischen Israelis und Palästinensern. Arafat, Rabin und Shimon Peres wurden 1994 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Es gab allerdings auch Gegner der Friedensverhandlungen, sowohl in Israel als auch in den Palästinensergebieten. Auf israelischer Seite protestierten national-religiöse Siedler und rechte Politiker. Sie konnten sich nicht vorstellen, Palästinensern einen eigenen Staat zuzusprechen. Auf palästinensischer Seite waren es oft religiös motivierte Bewegungen, die einen israelischen Staat nicht anerkennen wollten. Immer wieder brachten radikale Gruppen auf beiden Seiten ihren Protest in Form von brutalen Angriffen zum Ausdruck.
I could write several novels about what I do not know.



